Literacy in data and statistics

Globalisation and digitalisation are changing the world of data and the way data is disseminated. The ability to effectively filter and evaluate information is becoming increasingly important. A wide range of stakeholders, including private individuals, researchers and people working in media, politics, public administration and business need to understand the core principles and challenges of data management.
Data literacy

What is data Literacy?

From the Swiss Data Literacy Charter:

Data literacy encompasses the ability to collect, manage, evaluate and utilise data in a carefully-considered manner. Data protection and data ethics principles must also be taken into account here. Because general conditions may change, ongoing interaction between data producers (for example website operators) and data consumers (for example website users) is essential. A lifelong learning process is required due to the complexity of the topic and the rapid progress of developments in this area. Such an approach will ensure that data is handled, exchanged and interpreted sensibly.

Was ist und sagt die Data-Literacy-Charta Schweiz?

Die Data-Literacy-Charta Schweiz enthält Definitionen und Leitprinzipien und dient als Orientierungsrahmen für die Schaffung einer Schweizerischen Datenkompetenzkultur und ihrer Verankerung als zentraler Bestandteil der Allgemeinbildung in einer digitalisierten Welt. Sie wurde 2024 von den Akademien der Wissenschaften Schweiz veröffentlicht.

Mit Daten arbeiten – gute Information seit mehr als 175 Jahren

Das BFS hat Erfahrung in der Arbeit mit Daten. Statistiken erstellen bedeutet, mit Daten arbeiten. Seit mehr als 175 Jahren erhebt es Daten, bewirtschaftet es Daten, analysiert es Daten und erstellt daraus Statistiken. Diese Kompetenz nutzt das BFS auch in seinen weiteren Tätigkeitsgebieten Datenbewirtschaftung und Datenwissenschaft/KI. Das macht das BFS zum einem Kompetenzzentrum und Knotenpunkt im Datenökosystem Schweiz.

Die Vermittlung von Daten und aus ihnen generierten Informationen ist Teil der Aufgabe des BFS. Gute Entscheidungen brauchen solide Grundlagen. Hochwertige Daten und verlässliche Statistik schaffen Transparenz und ermöglichen fundierte Entscheide in der Politik, der Wirtschaft wie auch im Privaten. Sie stärken das Vertrauen in Staat und Gesellschaft. Das Bundesamt für Statistik (BFS) stellt sicher, dass Daten in der Schweiz professionell erhoben, sorgfältig aufbereitet und zugänglich gemacht werden – als Basis für Demokratie, Wirtschaft und Forschung. 

Welchen Auftrag hat das BFS zur Förderung von Daten- und Statistikkompetenz?

Die Arbeit des BFS basiert auf Aufträgen von Bundesrat und Parlament, auf Gesetzen sowie auf internationalen Abkommen. Das BFS arbeitet mit den Kantonen, den Gemeinden, der Wissenschaft, der Privatwirtschaft und den Sozialpartnern sowie mit ausländischen und internationalen Organisationen zusammen. So wird deren Informationsbedürfnissen Rechnung getragen sowie die Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit von Daten und Statistiken sichergestellt.

Die Förderung von Daten- und Statistikkompetenz ist ein Aspekt der strategischen Ziele des Statistischen Mehrjahresprogramm des Bundes 2024–2027 (Ziel 3) und wird als weiter zu entwickelnde Fähigkeit folgendermassen beschrieben (Ziffer 5.2 Menschen und Knowhow):

Zur Gewährleistung und Förderung eines objektiven Dialogs über die Schweiz gehört auch, dass statistische Daten und Informationen verständlich und für die Nutzenden nachvollziehbar beschrieben sind, um das Verständnis und den Umgang mit den Daten und Statistiken zu verbessern. Dadurch kann das Vertrauen in die Daten der öffentlichen Statistik weiter gestärkt werden. Zudem ist von wachsender Relevanz, dass die Nutzenden in den Behörden, der Politik und der Gesellschaft die Möglichkeiten und Grenzen der Daten kennen und ihre Datenkompetenz gesteigert wird. Schliesslich setzen eine professionelle Datenbewirtschaftung und -nutzung eine hohe Datenkompetenz bei den betroffenen Bundesstellen voraus.

Das statistische Mehrjahresprogramm des Bundes (MJP) gibt eine Übersicht über den Stand der öffentlichen Statistik in den für die Staatsführung wichtigsten Themenbereichen. Damit dient es der Bundesstatistik als langfristig orientierte Planungsgrundlage und als Arbeitsprogramm. Es wird gemäss Bundesstatistikgesetz (BStatG) für jede Legislaturperiode erstellt und vom Bundesrat gemeinsam mit der Legislaturplanung verabschiedet.

Wie unterstützen öffentliche Daten unser Verstehen und Entscheiden?

Öffentliche Statistiken zeigen, wie sich die Bevölkerung entwickelt, wie die Wirtschaft läuft oder wie sich Bildung, Umwelt und Gesundheit verändern. Sie sind wichtig, um zu planen. Dank der öffentlichen Statistik können wir mit verlässlichen Grundlagen antizipieren, wie viele Kinder in Zukunft die Schule besuchen, wie viele Personen auf medizinische Betreuung angewiesen sind oder wo neuer Wohnraum und Verkehrsanbindungen gebraucht werden. Bund, Kantone und Gemeinden können so Ressourcen sinnvoll zuteilen – und die Politik kann Gesetze auf tatsächliche Bedürfnisse ausrichten sowie ihre Wirkung evaluieren. Die Öffentlichkeit – interessierte Bevölkerung, Medien, Unternehmen, Parteien oder NGO – erhält mit der öffentlichen Statistik einen unkomplizierten Zugang zu Informationen über die Schweiz. Sie hat ein Anrecht auf fundierte und vertrauenswürdige Entscheidungsgrundlagen. Die öffentliche Statistik hilft beim Verstehen und Entwickeln des Landes.

Institutionelle Verhandlungspartner, darunter die Sozialpartner, Branchenverbände oder Interessengruppen, setzen ebenfalls auf die vertrauenswürdigen Grundlagen der öffentlichen Statistik. In diesem Fall schaffen die Daten eine gemeinsame Wissensbasis, um Diskussionen und Verhandlungen effizienter zu gestalten, zum Beispiel für Ausarbeitung von Gesamtarbeitsverträgen, die Lohn- und Arbeitsbedingungen für eine Branche festhalten. 

Für die Forschungsgemeinschaft stellen die Daten der öffentlichen Statistik eine wertvolle Ressource dar. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen gut dokumentierte und vielseitig verwendbare Daten, um ihre Forschungsarbeiten effizient durchführen zu können. BFS strebt an, eine flexible Datenverwendung zu ermöglichen und die Methodik sowie die Entwicklung der Daten über die Zeit gründlich zu dokumentieren. 

Nicht zuletzt greifen zudem internationale Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) auf die Informationen der Bundesstatistik zurück. Die Daten unterstützen die verschiedenen Akteure bei der Problemanalyse, der Bewertung der Auswirkungen möglicher Massnahmen und der Entscheidungsfindung.

So dient das BFS in seiner Rolle als wichtigster Produzent und Koordinator der öffentlichen Statistik sowie als Swiss Data Steward unterschiedlichsten Akteuren und Institutionen als wertvolle Informationsquelle und ist ein zentraler Partner für fundierte Analysen, Entscheidungen und Forschungsarbeiten.

Was macht Daten und Statistiken zu guter Information?

Gute Entscheidungen, Innovation und Entwicklung erfordern gute Informationen und den richtigen Umgang damit. Es sind jedoch längst nicht alle heute verfügbaren Daten verlässlich. In einer Zeit, in der grosse Datenmengen leicht verfügbar sind, Information und Austausch vermehrt in den Sozialen Medien oder mithilfe von KI stattfinden, wird Qualität oft mit Quantität, Schnelligkeit und Meinung verwechselt, während saubere Datenerhebung, transparente Methoden und sorgfältige Analyse in den Hintergrund treten.

Gute Daten sind systematisch und nach klaren Standards erhoben. Gute Statistiken werten diese Daten transparent und nachvollziehbar aus. 

Beim BFS wird Qualität seit jeher eine grosse Bedeutung beigemessen. Die Daten und Statistiken der gesamten öffentlichen Statistik werden unabhängig von politischer Einflussnahme und unter Nutzung anerkannter wissenschaftlicher Methoden erstellt. Das BFS folgt ethischen Grundsätzen und gesetzlichen Vorgaben. Seine Informationen und Arbeiten sind umfassend dokumentiert, wahren Datenschutz und Privatsphäre, sind dezentral erarbeitet sowie über Raum und Zeit vergleichbar.

Was sind und wozu braucht es Datenbewirtschaftung, Datenwissenschaft und Datengouvernanz?

Von der Datenerhebung zur Datennutzung

Die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts liegt nicht mehr in der Datenerhebung, sondern in der systematischen Nutzung vorhandener Daten. 

Nicht zuletzt durch die Digitalisierung hat sich geändert, wie Daten entstehen, verarbeitet werden und zur Verfügung stehen. Die Datenmengen wachsen an. Oftmals ist die Qualität der heute vielerorts und vielfältig entstehenden Daten unzureichend aufgrund ungenügender Standards und Absprachen oder mangelnder Informationen zur Qualität der zur Verfügung gestellten Daten. Qualität und damit auch die Verknüpfbarkeit der Daten sind aber entscheidend, damit Daten zielführend genutzt werden und aus ihnen Mehrwerte geschaffen werden.

So müssen Daten heute identifiziert, integriert, rechtlich abgesichert, zugänglich und verknüpfbar gemacht und qualitätsgesichert werden. Diese Aufgaben gehen weit über die klassische Statistikproduktion (Erhebung, Analyse) hinaus. 

Das BFS ist heute zunehmend Datenkoordinator und Qualitätssicherer. Seine Aufgabe besteht dabei darin, unterschiedliche Datenquellen zusammenzuführen, deren Qualität und Vergleichbarkeit sicherzustellen, hochwertige Daten für andere Behördenleistungen zur Verfügung zu stellen sowie die Verwaltung mit seinen Kompetenzen, Grundlagen und Produkten in diesen Belangen zu beraten und unterstützen – während es weiterhin seine verlässlichen Informationen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bereitstellt.

In standardisierter und strukturierter Form zur Verfügung gestellte Daten und Informationen erhöhen den Nutzen für Verwaltung, die Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung. Sie ermöglichen Innovation, Modernisierung, Effizienzsteigerung und besseren Dienstleistung für den Bürger. Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fordern deshalb zunehmend:

  • eine effiziente, koordinierte Datennutzung innerhalb der Verwaltung,
  • klare Regeln für Datenmanagement, Governance, Sicherheit und Interoperabilität,
  • sowie die Schaffung von Grundlagen für datengetriebene Politik, Forschung, Innovation und den Einsatz von KI.

Es ist darum erklärtes Ziel der Bundesverwaltung, ein übergreifendes Daten- und Informationsmanagement etablieren.

Koordination und Qualitätssicherung: Datenpolitik und Datengouvernanz

Die zunehmende Verfügbarkeit von Daten und neue Möglichkeiten zur Verarbeitung von Daten eröffnen Potenziale für immer mehr und immer bessere und günstigere Produkte und Dienstleistungen. Daten sind aber nicht für alle zugänglich. Viele Datenproduzenten haben keinen Anreiz, ihre Daten zu teilen oder sie so zu halten und aufzubereiten, dass sie mehrfach verwendet werden können. Auch kann es im unternehmerischen Interesse sein, Daten für sich oder einen eingegrenzten Kreis von Nutzern vorzubehalten.

Um das Potenzial von Daten – unabhängig davon, wo oder bei wem sie entstehen – im Sinne des Gemeinwohls nutzen zu können, braucht es eine vorausschauende Datenpolitik. Das bedeutet: Es müssen klare Entscheide darüber getroffen werden, unter welchen Bedingungen Daten genutzt oder geteilt werden dürfen. Dazu können auch Vorgaben gehören, Daten in bestimmten Fällen zu teilen und einheitlich zu strukturieren, etwa im gleichen Format. So werden Daten vergleichbar, analysierbar und miteinander verknüpfbar. Um den Datenaustausch und die Mehrfachnutzung zu ermöglichen, braucht es zudem geeignete rechtliche, organisatorische, semantische und technische Rahmenbedingungen.

BFS-Projekte und Angebote für mehr Daten- und Statistikkompetenz

Nebst der alltäglichen Vermittlung und Kommunikation erarbeitet das BFS immer wieder auch konkrete Massnahmen und Produkte zur Förderung von Daten- und Statistikkompetenz:

Veranstaltungs-Tipps

Contact

Federal Statistical Office
Espace de l'Europe 10
2010 Neuchâtel
Switzerland