Das Diagramm zeigt, wie sich Personen nach dem Bezug von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung, einer IV-Rente oder Sozialhilfe im Folgejahr verteilen. Die Auswertung ermöglicht es, Veränderungen und Übergänge zwischen den Sozialleistungssystemen im Zeitraum von 2010 bis 2023 nachzuvollziehen.
Die Unterschiede zwischen Frauen und Männern der Eintrittskohorte 2020 in Bezug auf den Verbleib im SHIVALV-System sind gering. Ausländische Personen wiesen eine höhere Verbleibsquote in der Arbeitslosenversicherung auf als Schweizerinnen und Schweizer (49,7% gegenüber 39,4% nach 12 Monaten und 19,4% gegenüber 15,1% nach 24 Monaten). Das Gleiche gilt für die Sozialhilfe, allerdings mit einem geringeren Unterschied (61,9% gegenüber 56,7% nach 12 Monaten), während es sich in der Invalidenversicherung umgekehrt verhält (89,5% Verbleibende nach 12 Monate bei Personen ausländischer Nationalität gegenüber 91,8% bei Schweizerinnen und Schweizern).
Grössere Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen: So weisen insbesondere die Personen in der Arbeitslosenversicherung mit zunehmendem Alter höhere Verbleibsquoten auf. Die höhere Verbleibsquote der 55- bis 65-Jährigen spiegelt die höhere maximale Bezugsdauer für Arbeitslosengelder in dieser Altersgruppe wider. Im Gegensatz dazu sinkt die Verbleibsquote der IV-Rentenbeziehenden mit zunehmendem Alter. Austritte aus der Invalidenversicherung sind zu einem überwiegenden Teil Abgänge in die AHV, wie im Abschnitt «Situation nach dem Austritt aus einem Leistungssystem» gezeigt wird. Bei den Sozialhilfebeziehenden ist die Verbleibsquote in der obersten Altersgruppe niedriger.