Entwicklung des Güterverkehrs im Vergleich zum BIP

Der Güterverkehr in der Schweiz hat sich seit dem Jahr 2000 sowohl auf der Strasse wie auch auf der Schiene weniger dynamisch entwickelt als das Bruttoinlandprodukt (BIP). Allerdings zeigen sich je nach Verkehrsart zum Teil erhebliche Unterschiede:

Die Transportleistungen des Binnenverkehrs auf der Strasse nahmen zwischen 2000 und 2014 um knapp ein Fünftel (+18%) zu. Seither sind sie ungefähr stabil geblieben.

Der Import-/Exportverkehr auf der Strasse hatte sich zwischen 2000 und 2018 beinahe verdoppelt (+92%). Seither ist er wieder etwas zurückgegangen. Dennoch ist der Import-/Exportverkehr via Strasse über die gesamte Zeitspanne 2000-2024 stärker gewachsen als das BIP. Darin spiegelt sich die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaft.

Der Transitverkehr auf der Strasse nahm zwischen 2000 und 2010 um 72% zu. Grund dafür war unter anderem die Erhöhung der Gewichtslimiten von 28 auf 40 Tonnen, wodurch internationale Strassentransporte über die Schweiz rentabler wurden. Ab 2011 verringerte sich der Transitverkehr stark und fiel bis 2020 sogar 14% unter das Niveau des Jahres 2000. Ein wichtiger Grund dafür war zunächst eine rückläufige Wirtschaftsentwicklung in Europa, insbesondere in Italien. Anschliessend dürften unter anderem die vergleichsweise hohen Transportkosten in der Schweiz (LSVA, hohe Dieselpreise) eine Erholung des Transitverkehrs auf der Strasse verhindert haben.

Beim Schienenverkehr sind die Transportleistungen seit dem Jahr 2000 ungefähr stabil geblieben, obschon das BIP um mehr als die Hälfte (+53%) zugenommen hat.

Details

Observation period
2000-2024
Periodicity
Annual
Spatial division
Switzerland
Source(s)
Federal Statistical Office
FSO number
gr-d-11.05.01
Terms of Use
OPEN-BY
Open use - Must provide the source
Article type:
Diagram
Published on:
24.11.2025

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