2024 überquerten 960 000 schwere Strassengüterfahrzeuge die Schweizer Alpen, rund 74% davon wählten die Gotthard-Route. Zwischen 1981 und 2000 hatte sich die jährliche Anzahl Fahrten über die schweizerischen Alpen auf 1,4 Millionen vervierfacht. Seither ist ein Rückgang zu beobachten, was unter anderem auf die Umsetzung der flankierenden Verlagerungsmassnahmen, die Einführung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und die Erhöhung der Gewichtslimiten ab 2001 zurückgeführt werden kann. Die Wirtschaftslage in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien, beeinflusst die Entwicklung im alpenquerenden Güterverkehr ebenfalls stark.
Der gesamte innere Alpenbogen (Fréjus bis Brenner) wurde 2024 von 5,0 Millionen schweren Strassengüterfahrzeugen gequert. Der grösste Teil davon benutzte die österreichischen Alpenübergänge (51%). Die Anteile der Schweiz (19%) und Frankreichs (29%) waren deutlich kleiner.