Schweizerische Arbeitskräfteerhebung 2013: Unbezahlte Arbeit Hohe zeitliche Belastung für Eltern

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Hohe zeitliche Belastung für Eltern

Neuchâtel, 26.05.2014 (BFS) - Mütter in Paarhaushalten mit Kind(ern) unter 15 Jahren setzen 67 Stunden pro Woche für unbezahlte und bezahlte Arbeit ein. Bei Vätern sind es 68 Stunden pro Woche. Alleinerziehende Mütter haben ebenfalls eine wöchentliche Gesamtbelastung von 68 Stunden. Frauen leisten generell mehr Haus- und Familienarbeit als Männer. Frauen mit jüngstem Kind unter 15 Jahren investieren am meisten Zeit in diese Aufgaben: Mütter mit Partner rund 51 Stunden pro Woche, alleinerziehende Mütter 45 Stunden. Dies zeigen die aktuellen Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2013 des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Hohe Arbeitsbelastung für Paare mit Kind(ern)

Rechnet man das Total der bezahlten Erwerbsarbeit und der unbezahlten Arbeit (Haus-, Familien- und Freiwilligenarbeit) zusammen, ergibt dies für Mütter in Paarhaushalten mit jüngstem Kind unter 15 Jahren 66,9 Stunden pro Woche, für Väter in derselben Familiensituation 68,2 Stunden pro Woche. Verglichen mit 2010 liegen diese Werte leicht höher. Väter wenden 2013 mit 27,6 Stunden pro Woche gut eine Stunde mehr für Haus- und Familienarbeit auf als 2010. Mütter setzen mit 51,3 Stunden pro Woche nur minim mehr für Haus- und Familienarbeit ein als 2010. Für Freiwilligenarbeit (informelle und institutionalisierte) investieren Väter und Mütter durchschnittlich rund eine Stunde pro Woche. Die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit für Männer in dieser Familiensituation beträgt 39,6 Stunden pro Woche (2010: 40,1 Std.). Mütter wenden dafür 14,5 Stunden pro Woche auf (2010: 14,0 Std.).

Bei der Kinderbetreuung engagieren sich Väter stärker als bei der Hausarbeit

Für die meisten Tätigkeiten der Haus- und Familienarbeit investieren Frauen mehr Zeit als Männer. Ausnahmen sind die administrativen und die handwerklichen Arbeiten. Fürs Kochen, Abwaschen usw. wird in den Haushalten viel Zeit aufgewendet (Mütter 13,2 Std., Väter 5,6 Std. pro Woche). Putzen nimmt bei den Hausarbeiten die zweite Stelle ein (Mütter 6,5 Std., Väter 1,7 Std. pro Woche). Fürs Einkaufen brauchen Mütter 3,3 Stunden, Väter 1,8 Stunden pro Woche. Waschen und Bügeln scheint immer noch Frauensache zu sein: 3,6 Stunden pro Woche für Mütter und 0,6 Stunden für Väter. Kinderbetreuungsaufgaben sind in Familienhaushalten die zeitaufwändigsten Tätigkeiten der Haus- und Familienarbeit. Für Betreuungsaufgaben wie Kinder waschen, ankleiden, mit ihnen spielen, Hausaufgaben machen oder sie begleiten, wenden Mütter durchschnittlich 19,7 Stunden pro Woche auf und Väter 12,8 Stunden.

Alleinerziehende Mütter haben eine vergleichbare Arbeitsbelastung wie Mütter in Paarhaushalten

Alleinerziehende Mütter mit jüngstem Kind unter 15 Jahren investieren 67,6 Stunden pro Woche in die gesamte bezahlte und unbezahlte Arbeit. Sie wenden mit 45,1 Stunden pro Woche knapp drei Stunden mehr für Haus- und Familienarbeit auf als 2010. Für Freiwilligenarbeit (informelle und institutionalisierte) setzen alleinerziehende Mütter 1,4 Stunden pro Woche ein und ihre durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit beträgt 21,1 Stunden pro Woche.

Die Belastung ohne Kinder im Haushalt ist deutlich geringer

Personen in Paarhaushalten ohne Kinder und Alleinlebende wenden je nach Alter zwischen 20 und 50 Stunden pro Woche für bezahlte und unbezahlte Arbeit auf. Frauen im erwerbsfähigen Alter, die in Paarhaushalten ohne Kinder leben, arbeiten insgesamt (bezahlt und unbezahlt) 47,2 Stunden pro Woche. Für Männer in vergleichbarer Situation sind es 50,4 Stunden. Diese Frauen machen etwas weniger Haus- und Familienarbeit (21,2 Std.) als Erwerbsarbeit (24,3 Std.). Bei Männern in Paarhaushalten ohne Kinder hat die Erwerbsarbeit Vorrang (34,1 Std. pro Woche gegenüber 14,9 Std.). Für Freiwilligenarbeit (informelle und institutionalisierte) setzen sie durchschnittlich 1,4 Stunden pro Woche ein. Frauen in dieser Situation wenden dafür 1,7 Stunden auf. Die Gesamtbelastung liegt für Frauen und Männer in Paarhaushalten ohne Kinder ab dem Rentenalter mit 28,7 Stunden respektive 21,2 Stunden pro Woche deutlich niedriger, da die Erwerbsarbeit praktisch ganz wegfällt. Sie wenden etwas mehr Zeit für Freiwilligenarbeit auf als die Jüngeren: Frauen 2,2 Stunden pro Woche, Männer 1,6 Stunden. Die Resultate für alleinlebende Personen sind in der Grössenordnung mit denjenigen in Paarhaushalten ohne Kinder vergleichbar: Vor dem Rentenalter beträgt die gesamte Arbeitszeit für Frauen 47,9 Stunden pro Woche und für Männer 49,7 Stunden. Ab dem Rentenalter 22,1 respektive 21,3 Stunden pro Woche.

Das Engagement in der Freiwilligenarbeit bleibt stabil

Jede dritte Person ab 15 Jahren führt unbezahlte Freiwilligenarbeit aus (institutionalisierte und/oder informelle). 20,0% engagieren sich für Vereine oder Institutionen. Sie setzen dafür im Durchschnitt 13,3 Stunden pro Monat ein. 18,6% führen informelle Freiwilligenarbeiten aus wie Nachbarschaftshilfe, Kinderbetreuung, Dienstleistungen oder Pflege und Betreuung von Verwandten und Bekannten, die nicht im selben Haushalt leben. Sie investieren dafür 15,3 Stunden pro Monat. Männer engagieren sich etwas häufiger im institutionalisierten, Frauen häufiger im informellen Freiwilligenbereich. Nach Altersgruppen betrachtet sind es die Personen zwischen 40 und 54 Jahren, die sich im institutionalisierten Bereich am häufigsten engagieren. Bei der informellen Freiwilligenarbeit sind die Rentnerinnen und Rentner zwischen 63/64 und 74 Jahren am häufigsten aktiv.

Dettagli

Periodo contemplato
2013
Suddivisione territoriale
Svizzera
Numero UST
0350-1404-60
Condizioni d’uso
OPEN-BY
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Tipo di articolo:
Comunicato stampa
Pubblicato il:
26.05.2014

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