Sozialhilfestatistik

Die Statistik der Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfänger (im Folgenden: Sozialhilfestatistik) gibt unter anderem Auskunft über die Sozialhilfequote und die Anzahl der Sozialhilfebeziehenden der wirtschaftlichen Sozialhilfe, der Sozialhilfe im Flüchtlingsbereich, der Sozialhilfe im Asylbereich sowie der armutsbekämpfenden bedarfsabhängigen Sozialleistungen.

Es handelt sich um eine monatliche Datenerhebung. Nebst den Grunddaten zu den Personen und Dossiers werden produktive Buchungsdaten ans BFS geschickt. Dort werden sie harmonisiert, um die Vergleichbarkeit der Angaben sicherzustellen. Mit Hilfe statistischer Verknüpfungen können Informationen aus anderen Statistikquellen herangezogen werden, um einerseits die Datenlieferanten zu entlasten und andererseits die Mehrfachnutzung von Statistikdaten zur Bereitstellung steuerungsrelevanter Indikatoren zuhanden der Anspruchsgruppen vorwärts zu bringen. 

Steckbrief

Methodologie

Die Erhebung der Einzeldaten erfolgt monatlich im Folgemonat auf Ebene der Gemeinden (Vollerhebung). Dabei werden die Buchungsdaten der Klientenbuchhaltung zusammen mit den Grunddaten monatlich ans BFS geliefert. Beim BFS werden die gelieferten Buchungsdaten für die Auswertungen auf die Ausprägungen der statistischen Finanzvariablen harmonisiert. Anschliessend werden die durch das BFS identifizierten statistikrelevanten Dossiers, Personen und Buchungsdaten weiterverarbeitet und ausgewertet. 

Erhebung

Die Erhebungsdokumente beschreiben die fachlichen Anforderungen an die Datenlieferanten.

eSOSTAT

Die Webapplikation eSOSTAT ist das Erhebungsinstrument für Datenlieferanten, welche keine mit der Sozialhilfestatistik kompatible Fallführungssoftware im Einsatz haben. Es ermöglicht den Datenlieferanten die Personendaten, Dossiers und Abrechnungen zu erfassen und an das BFS zu übermitteln. Die erfassten Daten lassen sich in der Applikation weiterverwenden, indem Abrechnungsblätter zuhanden der Klientel oder zuhanden der Finanzbuchhaltung erstellt werden können. Dies soll eine Doppelerfassung vermeiden und so den Aufwand bei den Datenlieferanten möglichst klein halten.

Qualitätssicherung

Den Datenlieferanten wird über ein Webportal ein Qualitätsmonitoring (QM) für ihre eigenen Daten zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe dieses Tools erhalten sie eine Übersicht über die Qualität ihrer eigenen Datenlieferung unmittelbar nachdem sie die Daten ans BFS geschickt haben. Damit haben die Datenlieferanten auch die Möglichkeit, die Qualität ihrer eigenen Daten kontinuierlich zu verbessern. 

Technische Informationen

Die technischen Dokumente umfassen die zur Einrichtung der Datenübermittlung benötigten Informationen. Die Datenlieferanten übermitteln ihre Daten über sedex, die gesicherte Datenaustauschplattform des Bundes.

Die Fallführungssoftwares ermöglichen den Datenlieferanten die monatliche Extraktion und Übermittlung der Daten gemäss den beschriebenen Anforderungen zur Datenextraktion und -übermittlung.

Dokumente gemäss alter Methode

Die alte Methodologie wurde bis und mit den Daten 2024 angewendet. Die Erhebung der Einzeldaten erfolgte jährlich im Folgejahr auf Ebene der Gemeinden (Vollerhebung). Dabei orientierte sich die Datenextraktion an der Fallführung.

Bestellung von Einzeldaten

Mit der Modernisierung der Sozialhilfestatistik befinden sich die Datenjahrgänge 2024–2026 in einer Übergangsphase. 2024 wurden die Daten sowohl nach der alten als auch nach der neuen Methode erhoben; die nach modernisierter Methode übermittelten Daten wurden dabei in die bisherige Datenstruktur integriert. Ab 2026 werden die Daten ausschliesslich nach modernisierter Methode übermittelt und verarbeitet, womit sich auch die Datenstruktur grundlegend ändert.

Die oben ausgeführten Umstände können sich auf Ihre Analyse- und Verknüpfungsprojekte auswirken. Insbesondere vergleichende Analysen über die Zeit und Verknüpfungsprojekte sind betroffen, falls die Datenjahre 2024 und 2025 miteinbezogen werden. Bei Verknüpfungen sind insbesondere unvollständige Datenlieferungen und Datenausfälle in den Jahren 2024 und 2025 zu berücksichtigen und mit geeigneten Massnahmen beim Untersuchungsdesign zu adressieren. Das BFS kann Sie hierbei unterstützen.

Bei Fragen und für Anregungen, senden Sie bitte eine Nachricht an: info.social@bfs.admin.ch

 

Kontakt

Sektion Sozialhilfe

Bundesamt für Statistik
Espace de l'Europe 10
2010 Neuchâtel
Schweiz