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Migration

Die Schweiz ist von starken Wanderungsbewegungen geprägt, die die Bevölkerungsstruktur beeinflussen. Auf dieser Seite finden sich statistische Informationen zur internationalen Migration und zur Binnenwanderung, zu den Migrationsverläufen und Profilen von Personen mit Migrationshintergrund, zu Anwesenheitsbewilligungen und zum Zugang zur Schweizer Staatsbürgerschaft. Mit diesen Informationen lassen sich die Migrationsbewegungen und die Situation von Personen, die in die Schweiz eingewandert sind, analysieren.

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Internationale Wanderungen

Die internationalen Wanderungen tragen zum Bevölkerungswachstum in der Schweiz bei und beeinflussen den Altersaufbau. Diese Seite enthält detaillierte Querschnitts- und Längsschnittdaten zu den Einwanderungen und Auswanderungen sowie zum Wanderungssaldo, aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit, Geburtsland, Alter, Geschlecht und Kanton. Mit diesen Informationen können Behörden und Fachpersonen die Auswirkungen der Wanderungsbewegungen auf die Bevölkerung einschätzen und integrations- oder sozialpolitische Bedürfnisse analysieren.

Komponenten der Bevölkerungsentwicklung

Seit den 1980er-Jahren ist die internationale Wanderung der wichtigste Einflussfaktor für das Bevölkerungswachstum in der Schweiz. Die natürliche Bevölkerungsbewegung spielt eine untergeordnete Rolle. In dieser Grafik lässt sich der Beitrag des Wanderungssaldos und der natürlichen Bevölkerungsbewegung in der Schweiz vergleichen.

Wichtigste Definitionen zur internationalen Wanderung

Als Einwanderung gilt die Wanderung aus dem Ausland in die Schweiz, als Auswanderung wird die Wanderung aus der Schweiz ins Ausland bezeichnet. Der internationale Wanderungssaldo ergibt sich aus der Differenz zwischen den Ein- und Auswanderungen in einem bestimmten Zeitraum. Diese Bewegungen betreffen sowohl schweizerische als auch ausländische Staatsangehörige und sind eine wichtige Komponente der Bevölkerungsentwicklung der Schweiz.

Migrationsverläufe: Längsschnittperspektive

Mit der demografischen Verlaufsstatistik (DVS) lassen sich individuelle Migrationsverläufe und Statusänderungen über mehrere Jahre hinweg analyiseren. Die Statistik verknüpft Informationen zu Einwanderungen, Auswanderungen und Aufenthaltsbewilligungen und veranschaulicht auf dynamische Weise, wie sich die Migrationssituation in der Schweiz entwickelt. So lassen sich langfristige Verläufe und Trends nachvollziehen.

Demografische Verlaufsstatistik

Die demografische Verlaufsstatistik (DVS) ist eine Längsschnittstatistik, die auf den Daten der Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP) beruht. Sie umfasst alle Personen der ständigen und nichtständigen Wohnbevölkerung, die im Bestand oder in den Bewegungen von STATPOP seit dem 31. Dezember 2010 mindestens einmal auftauchen. Die DVS endet mit den letzten verfügbaren STATPOP-Daten und wird somit jedes Jahr ergänzt und komplett aktualisiert. Aus diesem Grund ist zu beachten, dass die Zahlen der DVS Unterschiede zu STATPOP aufweisen können. Für die jährlichen Bestandeszahlen der ständigen und nichtständigen Wohnbevölkerung sind die jährlich publizierten Resultate von STATPOP massgebend. Die Daten aus der demographischen Verlaufsstatistik ermöglichen Biografie- und Kohortenanalysen ohne vorherige Aufbereitung der jährlich verfügbaren Daten aus STATPOP.

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Binnenwanderung

Als Binnenwanderung bezeichnet man Zu- und Wegzüge von Personen zwischen Kantonen oder Gemeinden in der Schweiz. Diese Wohnortswechsel verändern die Bevölkerungsverteilung innerhalb der Schweiz und beeinflussen den Arbeits- und den Wohnungsmarkt. Die Statistiken zur Binnenwanderung helfen, regionale Dynamiken zu verstehen und die öffentliche Infrastruktur zu planen.

Zur Binnenwanderung gehören Wanderungen zwischen zwei Gemeinden desselben Kantons (intrakantonale Wanderung) sowie Wanderungen zwischen zwei Gemeinden verschiedener Kantone (interkantonale Wanderung). Diese Unterscheidung ermöglicht es, die Wohnmobilität zu analysieren und die Dynamiken für jeden Kanton zu ermitteln.

Wohnmobilität innerhalb von Gemeinden

Die Umzugsstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) liefert Informationen zu den Bevölkerungsbewegungen innerhalb einer Gemeinde. Die Daten helfen, die lokale Wohnmobilität zu verstehen, und bieten so eine wichtige Stütze für die Planung von Infrastrukturen sowie für die Beobachtung der Quartierentwicklung.

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Anwesenheitsbewilligungen

Anwesenheitsbewilligungen definieren die Aufenthaltsbedingungen für ausländische Staatsangehörige in der Schweiz. Sie legen Dauer, Rechte und Pflichten in Zusammenhang mit der Anwesenheit in der Schweiz fest. Ein Statuswechsel liegt vor, wenn sich das gesetzliche Aufenthaltsrecht ändert, beispielsweise beim Übergang von einer befristeten Aufenthaltsbewilligung zu einer Niederlassungsbewilligung oder bei einer Einbürgerung. Anhand von Längsschnittdaten lassen sich diese Wechsel im Zeitverlauf darstellen. So können individuelle Lebensverläufe analysiert und Migrationsdynamiken beobachtet werden.

Mit der demografischen Verlaufsstatistik (DVS) lassen sich individuelle Migrationsverläufe und Statusänderungen über mehrere Jahre hinweg analyiseren. Die Statistik verknüpft Informationen zu Einwanderungen, Auswanderungen und Aufenthaltsbewilligungen und veranschaulicht auf dynamische Weise, wie sich die Migrationssituation in der Schweiz entwickelt. So lassen sich langfristige Verläufe und Trends nachvollziehen.

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Migrationspläne und -gründe

In der Schweiz erfolgen Ein- und Auswanderungen meistens aus familiären, beruflichen, Asyl- oder Ausbildungsgründen. Die Migrationspläne sind unterschiedlich und reichen von der dauerhaften Niederlassung über einen vorübergehenden Aufenthalt bis hin zur Rückkehr ins Herkunftsland oder die Auswanderung in ein anderes Land. Mit den hier präsentierten Statistiken können diese Migrationsentscheidungen, die die Bevölkerungsstruktur und den Integrationsbedarf in der Schweiz beeinflussen, besser nachvollzogen werden. 

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Kompetenzen und Beschäftigung

Für den Zugang zum Arbeitsmarkt in der Schweiz ist die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen von zentraler Bedeutung. Zudem erleichtern Sprachkenntnisse der Landessprachen, die bereits vor der Einwanderung oder vor Ort erworben wurden, die berufliche Integration. Die Statistiken zeigen, dass viele Eingewanderte zwar Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt finden, jedoch auf Hindernisse in Zusammenhang mit der Anerkennung ihrer Qualifikationen oder mangelnden Sprachkenntnissen stossen. Mit diesen Daten lässt sich somit erkennen, welche Schwierigkeiten bei der beruflichen Integration bestehen.

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Transnationalismus

Unter Transnationalismus versteht man die Verbindung, die Migrantinnen und Migranten zwischen der Schweiz und ihrem Herkunftsland oder dem Herkunftsland ihrer Eltern pflegen. Diese Verbindung zeigt sich in regelmässigen Kontakten, Besuchen oder Geldüberweisungen. Ihre Intensität unterscheidet sich je nach Generation und widerspiegelt die Entwicklung der Beziehungen zum Herkunftsland im Lauf der Zeit. Die Ergebnisse auf dieser Seite zeigen, wie Migrationsfamilien über die Landesgrenzen hinweg aktiv soziale und familiäre Verbindungen aufrechterhalten.

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Einbürgerung

Als Einbürgerung bezeichnet man den Erwerb des Schweizer Bürgerrechts durch ausländische Staatsangehörige, die in der Schweiz leben. Mit der Einbürgerung erhalten diese ein unbefristetes Aufenthaltsrecht und umfassende politische Rechte. Die Statistiken zur Einbürgerung und zu den Einbürgerungsabsichten zeigen die Wege zur Staatsbürgerschaft, die Merkmale der betroffenen Personen sowie regionale Unterschiede auf. Sie vermitteln, wie sich die Integration von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in den Einbürgerungsgesuchen widerspiegelt. 

Die Einbürgerungen wirken sich unmittelbar auf die Zusammensetzung der Bevölkerung aus. Es gibt grundsätzlich fünf Wege, das Schweizer Bürgerrecht zu erwerben:

  • ordentliche Einbürgerung
  • erleichterte Einbürgerung
  • Wiedereinbürgerung
  • Feststellung des Schweizer Bürgerrechts
  • Adoption eines unmündigen Kindes

Nach der Einbürgerung werden die betroffenen Personen in der Bevölkerungsstatistik (STATPOP) zur Schweizer Bevölkerung gezählt, nicht mehr zur ausländischen Bevölkerung.

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Weiterführende Informationen

Diese Informationen helfen Ihnen, die statistischen Ergebnisse besser zu verstehen und einzuordnen.

Kontakt

Sektion Demografie und Migration

Bundesamt für Statistik
Espace de l'Europe 10
2010 Neuchâtel
Schweiz