Schweizerischer Lohnindex
Ausgewählte Inhalte
Schweizerischer Lohnindex: Index und Veränderung auf der Basis 2020 = 100 (NOGA08)
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1993-2025
Die Lohnentwicklung verstehen. Der Schweizerischer Lohnindex (SLI)
Quartalschätzungen der Nominallohnentwicklung
Das Thema im Detail
Lohnentwicklung nach Sektor
Je nach Wirtschaftssektor fällt die Lohnentwicklung unterschiedlich aus. Hier werden die detaillierten Ergebnisse des Schweizerischen Lohnindexes nach Branche und Wirtschaftssektor präsentiert. Sie geben einen Überblick über die beobachteten Lohnentwicklungen in der Schweiz.
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Lohnentwicklung nach Geschlecht
Die Löhne entwickeln sich je nach Geschlecht unterschiedlich. Hier finden Sie die Ergebnisse des Schweizerischen Lohnindexes, aufgeschlüsselt nach Geschlecht. Damit können die Lohnentwicklungen im Zeitverlauf verfolgt werden.
Über alle Wirtschaftszweige hinweg erhöhten sich die Nominallöhne der Frauen im Jahr 2025 durchschnittlich um 2,3%, jene der Männer um 1,5%.
Der stärkere Anstieg des Lohnindexes bei den Frauen entspricht einem langfristigen Trend. Obwohl sich die tieferen Medianlöhne der Frauen den Medianlöhnen der Männer allmählich angleichen (um 23,7% tiefere Löhne im Jahr 1994 gegenüber 8.4% im Jahr 2024), bleibt die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern weiterhin bestehen, wobei die Lohndifferenzen insbesondere nach Hierarchiestufe unterschiedlich hoch ausfallen.
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Quartalsschätzung
Der Schweizerische Lohnindex wird jährlich auf der Grundlage konsolidierter Daten veröffentlicht und gilt als offizieller Referenzwert für die Lohnentwicklung. Ergänzend dazu werden alle drei Monate basierend auf kumulierten Daten provisorische Quartalsschätzungen veröffentlicht. Diese sind mit Vorsicht zu interpretieren, da der Jahresindex als massgebende Referenz gilt.
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Historische Entwicklung
Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung der Nominal- und Reallöhne in der Schweiz seit 1939. Dabei wird der methodische Wechsel im Jahr 1993 berücksichtigt, der zu einem Bruch in der statistischen Zeitreihe führt. Die Ergebnisse werden nach Zeiträumen getrennt dargestellt, damit die Entwicklung im Zeitverlauf kohärent gelesen werden kann.
Änderungen in der Geschichte des SLI
Von 1942 bis 1994 wurde die Lohnentwicklung anhand der Daten der sogenannten «Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober» berechnet.
Seit 1994 erfolgt die Berechnung des Lohnindexes auf einer neuen Basis. Gemäss Verordnung vom 30. Juni 1993 (Stand am 13. Juli 2004) über die Durchführung von statistischen Erhebungen des Bundes bilden die Unfallmeldungen, die von der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV) an das BFS übermittelt werden, die Grundlage für die Lohnentwicklungsstatistik. Dank dem am 1. Januar 1984 in Kraft getretenen Unfallversicherungsgesetz (UVG), das sämtliche Arbeitnehmenden der Versicherungspflicht unterstellt, konnte die Statistik auf alle Arbeitnehmenden ausgeweitet werden. Seither bildet dieses Datenuniversum die Grundlage der Lohnentwicklungsstatistik. Der SLI bezieht sich auf Männer im Alter von 19 bis 65 Jahren sowie Frauen im Alter von 19 bis 64 Jahren. Lernende, Mitarbeitende im Familienbetrieb, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Handelsreisende werden ausgeklammert.
Der SLI richtet sich nach der Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige der Schweiz (NOGA). Die erste NOGA wurde anlässlich der Betriebszählung von 1905 erarbeitet. Im Rahmen der Betriebszählungen in den Jahren 1929, 1939, 1955, 1965, 1975, 1985, 1995 und 2002 wurden wegen veränderter Strukturen und neu entstandener Wirtschaftsaktivitäten jeweils neue Systematiken erstellt. Bis 2001 lieferten die Publikationen zum SLI Informationen zum Primärsektor (Gartenbau und Forstwirtschaft). Seit 2011 wird die neue allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige NOGA08 verwendet. Die Branche «Abwasser- und Abfallbeseitigung und sonstige Entsorgung (90)», die bisher dem tertiären Sektor, Sektion O, zugeordnet war, gehört ab 2011 zum sekundären Sektor, Sektion E. Die nächste Revision der NOGA findet im Jahr 2025 statt.
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Nutzen und Definitionen
Hier finden Sie Informationen zur Methodik des Schweizerischen Lohnindexes (SLI) sowie zum vertraglichen Bruttolohn, der für die Berechnung des SLI verwendet wird. Wir geben Auskunft über die Datenquellen und die methodischen Grundsätze des Indexes. Ausserdem wird der Nutzen aufgezeigt, den der SLI als statistischer Indikator der Lohnentwicklung in der Schweiz hat.
Definitionen und Komponenten
Der standardisierte vertragliche Bruttolohn entspricht der Vergütung, die im Arbeitsvertrag einer arbeitnehmenden Person für eine Vollzeitstelle festgelegt ist.
Er umfasst den Grundlohn einschliesslich 13. Monatslohn (inkl. 14. und weitere Monatslöhne), den Teuerungsausgleich sowie die Ferien- und Feiertagsentschädigungen, vor Abzug der Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV, EO, ALV, NBUV), der Beiträge an die berufliche Vorsorge BVG (2. Säule; ordentliche Beiträge und Einkäufe) und der Steuern. Familienzulagen und Naturalleistungen sind darin nicht inbegriffen. Ebenfalls nicht enthalten sind unregelmässige Lohnkomponenten (z.B. Gratifikationen und unregelmässig ausbezahlte Prämien und Kommissionen), vom Arbeitgeber entrichtete Kapitalleistungen oder Beiträge zur beruflichen Vorsorge sowie die Vergütung von Überstunden.
Nutzen
Der SLI ergänzt die Informationen aus den Lohnvereinbarungen der Gesamtarbeitsverträge, die rund 2 Millionen Arbeitnehmende betreffen und lediglich einen Teil der Wirtschaftszweige umfassen, und kann so die Entwicklung der vertraglichen Löhne von rund 5 Millionen Arbeitnehmenden aus allen Industrie- und Dienstleistungsbranchen abbilden.
Mithilfe des SLI lässt sich das Tempo der Lohnentwicklung (Nominal- und Reallöhne) bei den Frauen und Männern für einen bestimmten Zeitraum berechnen. Der SLI ergänzt die Angaben zur Höhe und Verteilung der Löhne aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), sodass ein dynamisches und konjunkturabhängiges Bild der Lohnentwicklung in der Schweiz entsteht.
Der SLI liefert breit anerkannte Lohnindikatoren, die sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft Anwendung finden.
Der SLI wird verwendet:
- zur Beobachtung der Lohnentwicklung nach Sektor, Branche und Geschlecht
- zur Messung der Kaufkraftentwicklung
- als Referenzwert bei Lohnverhandlungen zwischen Sozialpartnern zur Anpassung der neuen Verträge oder der Langzeitverträge (siehe Indexierung)
- als Basis für weitere Indizes des Bundes (z.B. Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren KBOB; Preisüberwachung PUE)
- zur Berechnung der Neubewertung der Alters- und Invalidenrente (AHV/IV)
- zur Entscheidfindung in wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Fragen
- für den Vergleich der Löhne in der Schweiz mit anderen Ländern
Grundlagen und Erhebungen
Wie der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) wird der SLI mit einem Laspeyres-Preisindex bei unveränderter Struktur berechnet. Eine Beschreibung der im Jahr 2021 verwendeten Methodik ist auf Anfrage erhältlich.
Das aktuelle Gewichtungsmodell bezieht folgende Faktoren ein: Wirtschaftszweige kombiniert mit dem Geschlecht, vier Altersklassen, Staatsangehörigkeit sowie Hierarchiestufe kombiniert mit dem Geschlecht und dem Beschäftigungsgrad. Während der Covid-19-Pandemie wurde die Gewichtung insbesondere in den beiden Branchen «Gesundheits- und Sozialwesen» sowie «Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen» stark angepasst.
Der SLI wird regelmässig überarbeitet, um der Entwicklung der Arbeitsmarkt-, Berufs-, und Unternehmensstrukturen und der Konjunktur Rechnung zu tragen.
Bei jeder Revision wird der LSI mit einer neuen Basis (= 100 Punkte) berechnet. Bisher wurde die Basis der Jahre 1939 (Total und nach Geschlecht), 1993 (Total und nach Branche), 2010 und 2020 aktualisiert.
Bis 1993 wurde der SLI auf der Grundlage der Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober des damaligen BIGA (heute SECO) erstellt. Seit 1994 stammen die Daten von der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (SSUV).
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Häufig gestellte Fragen
Weiterführende Informationen
Diese Informationen helfen Ihnen, die statistischen Ergebnisse besser zu verstehen und einzuordnen.