Geodaten der Bundesstatistik (GEOSTAT)
Gebäude, Wohnungen, Haushalte, Personen
Das seit 1850 entwickelte und ab 2010 grundlegend erneurte System der schweizerischen Volkszählungen ist die Datenquelle für alle in Form von Geobasisdaten veröffentlichten, auf Hektaren georeferenzierten Informationen zu Bevölkerung, Haushalten, Gebäuden und Wohnungen.
Von 1850 bis 2000 wurde alle 10 Jahre eine Volkszählung per Fragebogen bei der ganzen Bevölkerung der Schweiz durchgeführt. Die Resultate erlaubten Aussagen über die demografische, räumliche, soziale und ökonomische Entwicklung des Landes. Ab 1970 erfolgte eine Geokodierung der Fragebogen bzw. der erfassten Wohngebäude, zuerst auf freiwilliger Basis (1970, 1980), ab 1990 obligatorisch und flächendeckend.
Das System der neuen Volkszählungen, die seit 2010 jährlich auf der Grundlage von Auswertungen der Personen-, Gebäude- und Wohnungsregister durchgeführt werden, liefert ebenfalls statistische Informationen über Gebäude, Wohnungen, Haushalte und Personen. Wie bereits seit der Volkszählung 1970, werden ausgewählte Merkmale aus dem umfangreichen Datenbestand in Hektarauflösung ausgewertet und als Geodaten aufbereitet und verfügbar gemacht.
Bevölkerung und Haushalte ab 2010
Das System der neuen Volkszählungen seit 2010 liefert auf der Datengrundlage der Personen-, Gebäude- und Wohnungsregister vielfältige statistische Informationen über Personen, Haushalte, Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Merkmale aus dem umfangreichen Datenbestand werden in Hektarauflösung ausgewertet und als Geodaten aufbereitet und verfügbar gemacht.
Im Standardangebot von GEOSTAT stehen aus der Grundlage der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) 69 Personenmerkmale und 8 Merkmale zu Privathaushalten (seit 2012) nach Hektaren aggregiert zur Verfügung
Geodaten
Gebäude und Wohnungen ab 2010
Das System der neuen Volkszählungen seit 2010 liefert auf der Datengrundlage der Personen-, Gebäude- und Wohnungsregister vielfältige statistische Informationen über Gebäude, Wohnungen, Haushalte und Personen. Ausgewählte Merkmale aus dem umfangreichen Datenbestand werden in Hektarauflösung ausgewertet und als Geodaten aufbereitet und verfügbar gemacht.
Im Standardangebot von GEOSTAT stehen aus der Grundlage der Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) etwa 140 Merkmale über Gebäude und Wohnungen nach Hektaren aggregiert zur Verfügung.
Geodaten
Volks-, Gebäude- und Wohnungszählungen 1970, 1980, 1990, 2000
Von 1850 bis 2000 wurde alle 10 Jahre eine Volkszählung per Fragebogen bei der ganzen Bevölkerung der Schweiz durchgeführt. Die Resultate erlaubten Aussagen über die demografische, räumliche, soziale und ökonomische Entwicklung des Landes. Ab 1970 erfolgte eine Geokodierung der Fragebogen bzw. der erfassten Wohngebäude, zuerst auf freiwilliger Basis (1970, 1980), ab 1990 obligatorisch und flächendeckend.
Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung 1990 und 2000
Im Rahmen der Eidgenössischen Volkszählung 2000 wurden für alle erfassten Gebäude mit Wohnzweck Koordinaten bestimmt. 250 Merkmale über Bevölkerung und Haushalte, 345 Merkmale (autokomplettiert) oder 415 Merkmale (mit fehlenden Werten; siehe Einschränkungen bei der Datenverwendung unten) über Gebäude und Wohnungen wurden für das Standardangebot auf Hektaren aggregiert.
Im Rahmen der Eidgenössischen Volkszählung 1990 wurden für alle erfassten Gebäude mit Wohnzweck Koordinaten bestimmt. 160 Merkmale über Bevölkerung und Haushalte und 229 Merkmale über Gebäude und Wohnungen wurden für das Standardangebot auf Hektaren aggregiert.
Für jede Hektare dienen die Koordinaten des südwestlichen Eckpunkts (unten links) als Identifikator. Die zu jeder Zelle ausgewiesenen Merkmale oder Zahlenwerte beziehen sich auf das Vorkommen innerhalb der 100x100 m Fläche dieser Zelle, also z.B. die Anzahl von Gebäuden, deren Zentrumskoordinaten im fraglichen Quadrat liegen. Sie bilden also eine Aggregation der jeder Rasterzelle oder Hektare zugeordneten Einzelrecords einer Erhebung.
Volks-, Gebäude- und Wohnungszählungen 1970 und 1980
1970 und 1980 war es den Gemeinden freigestellt, ob sie sich an der Geokodierung ihrer in den Volkszählungen erhobenen Gebäude beteiligen wollten. Dementsprechend enthalten die Datensätze nur Informationen für einen Teil der Schweizer Gemeinden, welche jeweils rund einen Drittel der Schweizer Bevölkerung repräsentieren.
Die Daten enthalten hektarweise Auszählungen einer beschränkten Anzahl von Merkmalen oder Attributen. Die wichtigsten, von beiden Zählungen vorhandenen Datenmerkmale betreffen die Wohnbevölkerung, Erwerbstätigen und besetzten Wohnungen.
Abdeckung und Merkmale
Anzahl Gemeinden mit Geokodierung: 750 (1970) resp. 620 (1980)
Anzahl verfügbarer Merkmale in Hektarauflösung: 8 (1970) resp. 54 (1980)
Infolge der unvollständigen Gebietsabdeckung und der geringen Differenzierung der Merkmale sind diese Datensätze in den letzten Jahren kaum mehr nachgefragt worden. Deshalb werden sie z.Z. nur auf Anfrage abgegeben.
Bildung
Das Produkt «Bildungsstand – Geodaten» liefert schweizweit feinräumige Informationen über den höchsten Bildungsabschluss der ständigen Wohnbevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren. Die Datengrundlage bilden mehrere statistische Erhebungen der Bundesverwaltung und werden durch ein zweistufiges Imputationsmodell ergänzt, das fehlende Angaben schätzt. Das Bildungsniveau wird nach einer dreistufigen Nomenklatur ausgewiesen: obligatorische Schule, Sekundarstufe II und Tertiärstufe. Die Daten stehen für die Referenzjahre 1990 und 2000 sowie für jedes Jahr ab 2017 zur Verfügung und liegen schweizweit in drei räumlichen Auflösungen vor: Hektaren (100×100 m Raster), raumbezogene statistische Grundeinheiten der ersten Stufe (USPAT1-Regionen) sowie Gemeinden.
Arbeitsstätten und Beschäftigung
Das seit 1905 entwickelte und ab 2011 unter der Bezeichnung Statistik der Unternehmungen grundlegend erneurte System der schweizerischen Betriebszählungen ist die Datenquelle für alle in Form von Geobasisdaten veröffentlichten, auf Hektaren georeferenzierten Informationen zu Arbeitsstätten und Beschäftigten.
Von 1905 bis 2008 wurden in unregelmässigen Abständen Betriebszählungen per Fragebogen bei den Unternehmungen des zweiten und dritten Wirtschaftssektors und im Bereich der Landwirtschaft der Schweiz durchgeführt. Dadurch wurden die wirtschaftlichen Produktionseinheiten als Referenz für viele andere Statistiken unter ökonomischen, sozialen und räumlichen Gesichtspunkten erfasst. Ab 1995 wurden alle Arbeitsstätten geokodiert und dadurch eine Grundlage für die Auswertung von Hektardaten geschaffen.
Seit 2011 liefert die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) jährlich aktualisiert umfassende Informationen zur Struktur der Schweizer Wirtschaft auf der Grundlage von Registerdaten (hauptsächlich AHV-Register und Betriebs- und Unternehmensregister des BFS) sowie von Daten aus Unternehmenserhebungen. Ausgewählte Merkmale aus dem umfangreichen Datenbestand der STATENT sowie der Betriebszählungen zwischen 1995 und 2008 wurden in Hektarauflösung ausgewertet und als Geodaten aufbereitet und verfügbar gemacht.
Statistik der Unternehmensstruktur ab 2011
Die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) liefert jährlich aktualisiert umfassende Informationen zur Struktur der Schweizer Wirtschaft auf der Grundlage von Registerdaten (hauptsächlich AHV-Register und Betriebs- und Unternehmensregister des BFS) sowie von Daten aus Unternehmenserhebungen. Die STATENT ersetzt die Betriebszählung, die 2008 zum letzten Mal durchgeführt wurde. Ausgewählte Merkmale aus dem umfangreichen Datenbestand werden in Hektarauflösung ausgewertet und als Geodaten aufbereitet und verfügbar gemacht.
Geodaten
Eidgenössische Betriebszählung 1995–2008
Von 1905 bis 2008 wurden in unregelmässigen Abständen Betriebszählungen per Fragebogen bei den Unternehmungen des zweiten und dritten Wirtschaftssektors und im Bereich der Landwirtschaft der Schweiz durchgeführt. Dadurch wurden die wirtschaftlichen Produktionseinheiten als Referenz für viele andere Statistiken unter ökonomischen, sozialen und räumlichen Gesichtspunkten erfasst. Ab 1995 wurden alle Arbeitsstätten geokodiert und dadurch eine Grundlage für die Auswertung von Hektardaten geschaffen.
Eidgenössische Betriebszählung 2008
In der BZ2008 wurden die Geodaten der drei Wirtschaftssektoren erstmals in gemeinsamen Dateien vertrieben. Damit wird auf die früher unterschiedliche Behandlung und Präsentation von Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei und Aquakultur einerseits sowie Industrie und Dienstleistungen andererseits verzichtet.
Für den primären Sektor wurden die meisten Daten durch Koordination der administrativen Daten im Rahmen der Direktzahlungsverordnung erhoben. Die Daten des sekundären und tertiären Sektors wurden entweder über Papierfragebogen, Online-Fragebogen (E-Survey) oder Profiling erhoben. Die Geokodierung der Arbeitsstätten erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) und dem Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR).
Die Basisdaten sind nach der für die Erhebung 2008 benutzten NOGA 2008 geschlüsselt worden. Anschliessend wurden ca. 1500 Merkmale über Betriebe und Beschäftigte nach Voll- und Teilzeit und der NOGA (Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige) für das Standardangebot auf Hektaren aggregiert oder als Präsenzcode gespeichert.
Die Geodaten aus den Eidgenössischen Betriebszählungen von 1995/1996, 1998, 2000/2001 und 2005 liegen nach der NOGA 2002 harmonisiert vor. Damit die Geodaten der BZ2008 auch mit jenen aus den früheren Betriebszählungen verglichen werden können, wurde eine zusätzliche Auswertung der BZ08 mit den Merkmalskombinationen der harmonisierten Geodaten nach der NOGA 2002 bereitgestellt und können auf Anfrage mitgeteilt werden.
Betriebszählungen des Industrie- und Dienstleistungssektors 1995, 1998, 2001, 2005
Die Basisdaten aus den Eidgenössischen Betriebszählungen im 2. und 3. Wirtschaftssektor von 1995, 1998 und 2001 wurden von der NOGA 1995 nach der für die Erhebung 2005 benutzten NOGA 2002 umgeschlüsselt und harmonisiert. Anschliessend wurden ca. 1000 Merkmale über Betriebe und Beschäftigte nach Voll- und Teilzeit und der NOGA (Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige) für das Standardangebot auf Hektaren aggregiert oder als Präsenzcode gespeichert.
Betriebszählungen im Primärsektor 1996, 2000, 2005
Die Betriebszählung im Sektor 1 ist eine umfassende Strukturerhebung, die alle Arbeitsstätten und Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei und Aquakultur berücksichtigt. Sie liefert mit dem 2. und 3. Wirtschaftssektor vergleichbare Ergebnisse. Seit 1996 sind die Zählungen mit der landwirtschaftlichen Betriebsstrukturerhebung koordiniert und dienen zur Aktualisierung des Betriebs- und Unternehmensregisters im Primärsektor.
Die Basisdaten aus den Betriebszählungen im ersten Wirtschaftssektor von 1996 und 2000 wurden von der NOGA 1995 nach der NOGA 2002 umgeschlüsselt, harmonisiert und anschliessend nach den gleichen Merkmalen wie in der landwirtschaftlichen Betriebszählung 2005 neu ausgewertet. Somit liegen die Resultate der Zählungen im Sektor 1 für die Jahre 1996, 2000 und 2005 in einer vergleichbaren Form vor.
Boden: Nutzung, Bedeckung, Eignung
Die Arealstatistik ist eine Datengrundlage, die geokodierte Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Bodennutzung und Bodenbedeckung in der Schweiz seit 1972 enthält. Neben den Geodaten der Erhebungen bietet das BFS auch Daten zur Bodeneignung und Waldmischung der Schweiz zum Download an.
Arealstatistik der Schweiz
Die Arealstatistik liefert detaillierte und genaue Informationen über den Zustand und die Entwicklung der Bodennutzung und Bodenbedeckung in der Schweiz. Auf dieser Seite finden Sie die Geodaten der Arealstatistik in Hektarauflösung seit 1979, sowie Informationen über die Grundlagen und Methode zur Erstellung dieser Daten.
Geodaten
Abgeleitete und andere Daten: Arealstatistik 1972
Die Erhebung von 1972 wird auf einer, von den anderen Erhebungen separierten Webseite vorgestellt, da die Grundlagen und die Methodik, die zur Generierung der Daten verwendet wurden, sehr unterschiedlich sind. Da diese Daten in den letzten Jahren kaum noch nachgefragt wurden, bieten wir sie nicht mehr zum Download an. Wenn Sie an diesen Daten interessiert sind, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail.
Die Arealstatistik 1972 beruht nicht wie die anderen Erhebungen auf Luftbildern, sondern auf Landeskarten der Schweiz in den Massstäben 1:25 000 (Mittelland) und 1:50 000 (Berggebiete). Im Gegensatz zu den seit 1979/85 durchgeführten Arealstatistiken, die auf Stichprobenerhebungen beruhen, wurde die Arealstatistik durch Überlagerung der Landeskarten mit einem 100×100m-Zellenraster erstellt.
Die Statistik von 1972 beruht auf dem Prinzip der dominanten Nutzung: Jeder Hektarrasterzelle wird eine von zwölf Landnutzungsarten zugeordnet. In der folgenden Tabelle sind diese 12 Nutzungsarten aufgeführt:
Nutzungsarten der Arealstatistik 1972
1: Öd- und Unland
2: Flüsse
3: Seen
4: Wald
5: Weiden
6: Wies- und Ackerland, Obstbau
7: Rebbau
8: Überbautes Gebiet mit hoher Bebauungsdichte
9: Überbautes Gebiet mit mittlerer Bebauungsdichte
10: Überbautes Gebiet mit niederer Bebauungsdichte
11: Verkehrsanlagen
12: Industrieanlagen
Da die Arealstatistik 1972 nicht nur mit einer im Vergleich zu den früheren und auch nachfolgenden Arealstatistiken sehr unterschiedlichen Erhebungsmethode erstellt wurde, sondern auch eine eigene Nomenklatur mit unterschiedlich definierten Nutzungsarten aufweist, wird von einem direkten Vergleich und von Aussagen über die zeitliche Entwicklungen abgeraten.
Abgeleitete und andere Daten: Waldmischungsgrad der Schweiz
Die Geodaten zum Waldmischungsgrad der Schweiz klassieren die Hektaren der Schweiz nach den Kategorien Laub-, Misch- und Nadelwald auf der Grundlage einer Auswertung von Satellitendaten für die gesamte Schweiz.
Dienstleistungen für die Bevölkerung - Erreichbarkeit
Eine ausreichende Grundversorgung mit den im Alltag benötigten Gütern und Dienstleistungen sowie Zugang zu Rückzugsorten wie Seeufer oder Wälder, sind für die Lebensqualität von grosser Bedeutung. Die Berechnung der Erreichbarkeit zu diesen Dienstleistungen ist eine Methode um dieses Phänomen zu messen. Die Erreichbarkeit wird durch die auf dem Strassennetz zurückgelegte Distanz zwischen dem Wohnort und dem Standort des nächstgelegenen Dienstleisters, respektive des nächstgelegenen Rückzugsorts, operationalisiert.
Dabei werden Wohnorte nicht individuell, sondern aggregiert nach bewohnten Hektaren, verwendet. Die bewohnten Hektaren sind gemäss der Bevölkerungs- und Haushaltsstatistik STATPOP definiert. Die Dienstleistungen sind in 35 Kategorien gegliedert und die Daten stammen aus der Statistik der Unternehmensstruktur STATENT, den MAS-Strukturdaten, dem Geodatensatz «ÖV-Güteklassen» des ARE, der Schweizerischen Museumsstatistik und dem swissTLM3D.
Die Erreichbarkeitsdistanzen werden zwischen dem Zentrum jeder bewohnten Hektare und der metrischen Koordinate der betrachteten Dienstleistung mit dem swissTLM3D-Strassennetz berechnet. Der Distanzwert wird dem Hektar zugewiesen.
Geodaten
Raumgliederungen
Zur Unterstützung der Erstellung thematischer Karten und der kartografischen Visualisierung statistischer Daten bietet das BFS administrative Grenzen der wichtigsten, in der Statistik relevanten institutionellen Gliederungen der Schweiz an.
Generalisierte Gemeindegrenzen
Das BFS stellt jährlich aktualisierte digitale Gemeindegrenzen der Schweiz seit 1850 in verschiedenen Generalisierungsstufen zur Verfügung, die auf den genaueren Grenzen der Vermessungsdirektion und des Bundesamtes für Landestopografie basieren. Die Datensätze eignen sich insbesondere für die Visualisierung statistischer Daten von Gemeinden, Bezirken und Kantonen sowie für die Erstellung entsprechender thematischer Karten in kleineren Massstäben.
Für thematische Karten und Darstellungen in kleinen Massstäben sind oft administrative Grenzen erwünscht, die einen niedrigen Detaillierungsgrad aufweisen. Die durch das Bundesamt für Landestopografie jährlich nachgeführten digitalen Gemeindegrenzen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein (swissBOUNDARIES3D) sind dazu oft zu detailliert. GEOSTAT stellt deshalb digitale Gemeindegrenzen in zwei verschiedenen Generalisierungen zur Verfügung: stark generalisiert (K4) für Schweizer Karten und mittelstark generalisiert (G1) optimiert für regionale Karten. Mit Hilfe spezieller Algorithmen und einer manuell unterstützten und überwachten Optimierung werden die Datengrundlagen so vereinfacht, dass sie sich für Karten und Visualisierungen in Massstäben von 1:200'000 und kleiner eignen. Neben den einzelnen Datenständen seit 1850 werden die Gemeindegrenzen auch als Zeitreihendateien angeboten, die alle Datenstände umfassen.
Ab dem Datenstand 2017 wird auch eine Ebene mit den Grenzen des «Raums mit städtischen Charakter» (Agglomerationen und Kerngemeinden ausserhalb von Agglomerationen) angeboten, welche die zu einer grenzüberschreitenden Agglomeration gehörigen ausländischen Gemeinden einschliesst.
Geodaten
Geografische Kennzahlen und Analyseregionen
Detaillierte geografische Kennzahlen wie Fläche und Höhenlage der Gemeinden, Bezirke, Kantone und der Schweiz sind für alle Gemeindestände seit 1850 in der Applikation der Schweizer Gemeinden verfügbar. Informationen zu einzelnen Werten können benutzerfreundlich abgefragt werden. Diese Applikation bietet auch Daten zu räumlichen Gliederungen (z.B. Arbeitsmarkt- oder Sprachregionen) an, die über die historisierte Gemeindenummer mit den Gemeindegrenzen verknüpft werden können.
Geographische Kennzahlen - Suche
Gemeindegrenzen: Zeitreihe seit 1850
Das BFS stellt die digitalisierten Gemeindegrenzen der Schweiz von 1850 bis 2015 zur Verfügung. Ab 2016 werden die Gemeindegrenzen im Produkt swissBOUNDARIES3D von swisstopo zur Verfügung gestellt.
Das Produkt « Gemeindegrenzen: Zeitreihe seit 1850 » des BFS liefert die Gemeindegeometrien für alle Gemeindestände zwischen dem 01.01.1850 und dem 31.12.2015 für das gesamte Gebiet der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein. Für den Zeitraum von 2016 bis heute wird diese Zeitreihe durch den von swisstopo veröffentlichten Datensatz swissBoundaries3D weitergeführt.
Administrative und geografische Merkmale der Gemeinden
Informationen über die Bezirke und Kantone, in denen sich die Gemeinden befinden, sowie über ihre Koordinaten und Höhenlage sind in der Attributtabelle der Datensätze verfügbar.
Historie der Gemeindemutationen
Die Historie der Gemeindemutationen ist in der Applikation der Schweizer Gemeinden verfügbar. Erklärungen zu den Gemeindemutationen sind im Historisierten Gemeindeverzeichnis der Schweiz enthalten.
Geodaten
Die Datensätze der Geometrien der Gemeindegrenzen 1850-2015 werden in den Formaten Shapefile, GeoPackage und GeoJSON bereitgestellt. Sie sind in der Landesvermessung LV95 projiziert. Die Datensätze werden unter dem Reiter «Geodaten» zur Verfügung gestellt. Die Beschreibung des Produktes und der enthaltenen Variablen sowie die Produktionsmethode werden in den Reitern «Datenbeschreibung» und «Variablenliste» zur Verfügung gestellt.
Analyseregionen
Die Analyseregionen sind zusammenhängende räumliche Einheiten, die eine Vielzahl von territorialen Gliederungen abdecken, wie Sprachgebiete, Berggebiete, Arbeitsmarktregionen oder Agglomerationen. Sie ermöglichen die Erstellung thematischer Karten und die Analyse territorialer Entwicklungen anhand verschiedener regionaler Abgrenzungen.
Zugriff auf Daten
Um die kartografischen Grenzen der Analyseregionen in der Applikation der Schweizer Gemeinden anzuzeigen oder herunterzuladen, wählen Sie bitte ein Datum zwischen dem 1. Januar 1930 und der letzten Aktualisierung, eine Analyseregion unter Raumgliederungen, ein Datenformat (GeoPackage, Shapefile oder GeoJson) und den Detaillierungsgrad der Geometrien.
Geometrien der Raumgliederungen der Schweiz - Visualisierung und Download
Geometrien - Visualisierung und Download
Ergänzende Angaben
Analyseregionen
Datenbeschreibungen, Methoden zur Erstellung im Detail, Karten, zusätzliche Daten und weitere Informationen zu den Analysegebieten einsehen oder herunterladen.
Nützliche Links für Kartografie und räumliche Analysen
Infrakommunale statistische Grenzen
Das BFS stellt digitalisierte Grenzen für infrakommunale Gebiete als Grundlage für detaillierte räumlich-zeitliche Analysen zur Verfügung. Es handelt sich dabei um die Quartiergrenzen von Schweizer Städten und die raumbezogenen statistischen Grundeinheiten (USPAT).
Quartiergrenzen von Schweizer Städten
Im Rahmen der Arbeiten für das Projekt City Statistics (vormals Urban Audit) vermittelt das BFS in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Schweizer Städten durch 200 Indikatoren zu drei unterschiedlichen Raumeinheiten (Agglomerationen, Kernstädte und Stadtquartiere) Informationen und Vergleichsgrundlagen über verschiedene Aspekte der Lebensbedingungen in diesen Städten. Die dazu verwendeten infrakommunalen statistischen Unterteilungen sind von Quartiergrenzen abgeleitet, die im Rahmen der Volkszählungen 1990 und 2000 erhoben und mit Datengrundlagen der betroffenen Städten aktualisiert wurden.
Die Quartiergrenzen wurden an die Gemeindegrenzen (swissBOUNDARIES3D) und die Seegrenzen (swissTLM3D) der Ausgabe 2024 angepasst, damit sie als homogener Datensatz mit anderen Geodaten kombiniert werden können.
Die aktuellen Geodaten enthalten Quartiere von 11 Schweizer Städten. Sie ersetzen somit die 2006 letztmals veröffentlichten Quartiergrenzen von 17 Städten nicht vollständig. Die entsprechenden Geodaten werden nicht mehr aktualisiert.
Raumbezogene statistische Grundeinheiten (USPAT)
Das BFS hat raumbezogene statistische Grundeinheiten (USPAT) entwickelt, mit denen die Schweizer Landesfläche in rund 3600 über die aktuellen Gemeindegrenzen hinaus gruppierbare Einheiten unterteilt wird. Sie sind so aufgebaut, dass sie auch bei Gemeindefusionen zeitlich stabil sind. Basierend auf diesen Einheiten lassen sich Statistiken produzieren, die detaillierte Analysen sowohl ländlicher als auch städtischer Gebiete ermöglichen. Diese kleinen Einheiten werden so gruppiert, dass sie schweizweit etwa 750 grössere Raumeinheiten mit je rund 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern bilden und ein umfangreicheres Statistikangebot gewährleisten als auf Gemeindeebene.
Topografie, Geländedaten
Informationen zu den als Geodaten verfügbaren Geländedaten des BFS. Auf der Grundlage des RIMINI-Höhenmodells leitete das BFS vor über 30 Jahren Rasterdaten mit 100 m Auflösung zur Höhenlage, Exposition und Hangneigung der Schweiz ab, welche in geografischen Informationssystemen verwendet werden können und sich, insbesondere auch in Kombination mit anderen raumbezogenen Daten, für statistische Auswertungen eignen.
Datengrundlage für die Geländedaten von GEOSTAT ist das RIMINI-Geländemodell, ein Matrixmodell mit einer räumlichen Auflösung von 250 m, dessen räumliche Abdeckung (vor allem im äussersten Osten der Schweiz) ergänzt und vor rund 30 Jahren auf eine Auflösung von 100 m interpoliert wurde. Dieses GEOSTAT-Geländemodell entspricht oft nicht mehr den heutigen Genauigkeitsanforderungen, kann aber für kleinmassstäbige Karten oder reine Visualisierungsanwendungen mitunter immer noch praktisch sein, da es sich (im Gegensatz zu präziseren und höher aufgelösten Geländedaten) um relativ kleine Datenmengen handelt, welche kostenlos angeboten werden.
Im Gegensatz zu allen anderen Geodaten des BFS begrenzen nicht die Landesgrenzen die räumliche Abdeckung, sondern diese richtet sich nach den Grenzen der für die Erstellung des RIMINI-Modells verwendeten Landeskarten.
Die Geländedaten sind als Textdatei mit folgenden Inhalten verfügbar:
- Koordinaten
- Höhe (auf Meter gerundet)
- Dreifacher mittlerer Fehler der Höheninterpolation in Metern (Sigma Höhe)
- Neigung in Neugrad (0–100, insignifikante Werte negativ gesetzt)
- Exposition in Neugrad (0–399)
- Klassierte Höhe: 35 Höhenstufen mit Intervallen zwischen 50 m und 400 m
- Neigungsstufen: 14 Klassen zu je 5 Neugrad
- Expositionsklassen: 10 Klassen (8 Himmelsrichtungen, sowie flach und undefiniert)