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Wohnen in der Schweiz
Facetten des Wohnens
Die Wohnung ist für Einzelpersonen und Haushalte von besonderer Bedeutung. Ein Zuhause zu haben, in dem man sich wohlfühlt, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit und ist ein zentrales Element zur Deckung des minimalen Lebensbedarfs.
Eine Wohnung verleiht einer Person oder einem Haushalt zudem eine feste Adresse, was für den Zugang zum Arbeitsmarkt unerlässlich ist. Die Wohnung, die einen wichtigen Posten in den Ausgaben eines Haushalts darstellt, trägt auch zur empfundenen Lebensqualität bei. Und eine akzeptable Lebensqualität hängt zu einem guten Teil von der Möglichkeit ab, über eine ausreichend grosse Wohnung von zufriedenstellender Qualität und zu einem bezahlbaren Preis zu verfügen.
Auf makroökonomischer Ebene hängt das Wohnungsangebot von der verfügbaren Fläche, der Raumordnungspolitik, der Nachfrage nach Wohnungen und dem Arbeitsangebot ab.
Ziel dieser Seite ist es, einen kurzen Überblick über die verschiedenen Facetten des Wohnens zu geben und die wichtigsten verfügbaren statistischen Ergebnisse zu veranschaulichen.
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Wie sieht der Schweizer Wohnungsbestand aus?
Im Jahr 2025 gab es in der Schweiz 4,8 Millionen Wohnungen. Eine Million davon befanden sich in Einfamilienhäuser. Der Schweizer Wohnungsbestand besteht hauptsächlich aus mittelgrossen Objekten.
Über die Hälfte des Gesamtwohnungsbestandes in der Schweiz setzt sich aus Wohnungen mit 3 oder 4 Zimmern zusammen.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Gebäude- und Wohnungsstruktur
Zu den detaillierten Ergebnissen: Wohnungsgrösse
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Wie viel Wohnfläche steht einer Person durchschnittlich zur Verfügung? Wie gross ist diese Fläche in den einzelnen Kanton sowie nach verschiedenen Merkmalen wie Wohnungsgrösse, Bauperiode oder Alter der Haushaltsmitglieder?
Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person hat in den letzten Jahrzehnten unter anderem infolge der Bevölkerungsalterung und der rückläufigen durchschnittlichen Haushaltsgrösse zugenommen.
Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person beträgt in der Schweiz 46,6 m². Die Wohnfläche pro Person wird nach Gebäudekategorie (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus usw.) sowie nach Bauperiode des Gebäudes ausgewiesen.
In älteren Gebäuden und in Mehrfamilienhäusern fällt die Wohnfläche pro Person tendenziell geringer aus als in neueren Gebäuden oder in Einfamilienhäusern.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Flächenverbrauch
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Wie hoch sind der Mieteranteil und der Eigentümeranteil in den einzelnen Kantonen sowie nach verschiedenen Merkmalen wie Haushaltstyp oder Wohnungsgrösse?
Die Schweiz ist ein Mieterland: Die grosse Mehrheit der Haushalte lebt in Mietwohnungen. Demgegenüber lebt gut ein Drittel der Haushalte in den eigenen vier Wänden, wobei der Eigentümeranteil in den letzten Jahren leicht rückläufig war.
Der Anteil der von der Eigentümerin bzw. vom Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen kann je nach Kanton, Objektkategorie, Haushaltstyp oder anderen Merkmalen sehr unterschiedlich sein.
Wohneigentumsquote2025 befand sich knapp die Hälfte der Mietwohnungen im Besitz von Privatpersonen, es bestehen jedoch regionale Unterschiede.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Mieter / Eigentümer
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Wie hoch ist der Anteil der Zweitwohnungen?
Der Anteil der Zweitwohnungen in den Gemeinden wird jedes Jahr im März vom ARE publiziert.
Link zum ARE-Portal unter «Weitere Informationen» am Ende dieser Seite
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Wie hoch sind die durchschnittlichen Mieten in der Schweiz? Wie hoch sind sie in den einzelnen Kantonen sowie nach verschiedenen Merkmalen wie Mietdauer, Wohnungsgrösse oder Bauperiode?
Die im Rahmen des neuen Volkszählungssystems jährlich durchgeführte Strukturerhebung liefert Statistiken zu den Wohnungsmieten in der Schweiz. Aus der Strukturerhebung ergibt sich eine jährliche Momentaufnahme der durchschnittlichen Mieten nach verschiedenen Merkmalen wie Regionalität, Mietdauer, Wohnungsgrösse oder Bauperiode. Die Mieten unterscheiden sich stark je nach Lage und Merkmalen des Mietobjekts.
Diese Grafik zeigt die durchschnittliche monatliche Nettomiete nach Kanton, ohne Berücksichtigung der Wohnungsgrösse. Die höchsten Mieten sind in den Kantonen Zug, Zürich und Schwyz zu finden, die niedrigsten in den Kantonen Jura, Neuenburg und Uri.
Die im Rahmen des neuen Volkszählungssystems jährlich durchgeführte Strukturerhebung liefert Statistiken zu den Wohnungsmieten in der Schweiz. Aus der Strukturerhebung ergibt sich eine jährliche Momentaufnahme der durchschnittlichen Mieten nach verschiedenen Merkmalen wie Regionalität, Mietdauer, Wohnungsgrösse oder Bauperiode.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Mietwohnungen
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Wie entwickeln sich die durchschnittlichen Mietpreise in der Schweiz?
Der Mietpreisindex misst die Entwicklung der Mieten anhand einer festen Mietmarktstruktur. Der Warenkorb des Landesindexes der Konsumentenpreise umfasst auch die Wohnungsmieten, deren Entwicklung quartalsweise erfasst wird. Siehe die Tabelle unter «Weiterführende Informationen» unten auf dieser Seite.
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Wie hoch ist der Anteil der Ausgaben für das Wohnen am Bruttohaushaltseinkommen?
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und hat einen massgeblichen Einfluss darauf, wie viel Geld für die Deckung der anderen Bedürfnisse übrig bleibt, insbesondere bei Haushalten mit tiefem Einkommen.
Neben der Nettomiete oder den Hypothekarzinsen werden in den Wohnkosten verschiedene Nebenkosten sowie Ausgaben für Energie und kleinere Reparaturen subsumiert. Fiktive Mieten werden hier nicht dazu gezählt, ebenso wenig wie Amortisationen der Hypothek sowie allfällige grössere Renovationen und Ausbauten des Wohnsitzes bzw. der Hauskauf selber.
Die Wohnkosten unterscheiden sich erheblich nach Wohnstatus. Ihr Anteil am Bruttohaushaltseinkommen ist in Haushalten mit selbstbewohntem Wohneigentum wesentlich niedriger als in Miethaushalten.
Detaillierte Ergebnisse zum Anteil der Wohnkosten am Bruttohaushaltseinkommen:
Detaillierte Ergebnisse zum Haushaltsbudget nach Wohnstatus sind in den untenstehenden Tabellen zu finden (unter Weiterführende Informationen).
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Überbelegte Wohnung, Probleme im Wohnumfeld und Zufriedenheit mit der Wohnsituation
Überbelegte Wohnung: Dem Haushalt steht nicht eine Mindestzahl an Zimmern zur Verfügung. Im Jahr 2024 lebten 7,6% der Menschen in der Schweiz in einer überbelegten Wohnung.
2024 lebten in der Schweiz 20,2% der Bevölkerung in einer Umgebung mit Lärmbelästigung durch die Nachbarschaft oder von der Strasse, und 11,5% hatten im Wohnumfeld Probleme mit Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus.
Zufriedenheit mit der Wohnung
Fast 10% der Alleinlebenden unter 65 Jahren, 8% der Personen in Einelternhaushalten, 12,5% der Einkommensschwachen,13,6% der Ausländerinnen und Ausländer und 17,6% der Erwerbslosen sind eher unzufrieden (Skalenwerte 0 bis 5) mit ihrer Wohnung, während der Anteil Unzufriedener in der Gesamtbevölkerung 7,9% beträgt. Auch Personen ohne nachobligatorische Ausbildung sowie sozial und materiell deprivierte Personen sind überdurchschnittlich häufig unzufrieden.
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Wie viele Personen ziehen in der Schweiz pro Jahr um? Wie viele dieser Umzüge erfolgen innerhalb derselben Gemeinde oder desselben Kantons? Welche Bevölkerungsgruppe zieht am häufigsten um?
Jedes Jahr ziehen nahezu 10% der Bevölkerung in der Schweiz um. In den städtischen Gemeinden ist die Umzugshäufigkeit höher als in den ländlichen Gemeinden (9,9% gegenüber 7,6% im Jahr 2024). Nahezu drei Viertel der Umzüge erfolgten innerhalb des gleichen Kantons.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Umzüge
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Wie wird in der Schweiz geheizt? Welches sind die häufigsten Energiequellen in den einzelnen Kantonen sowie nach bestimmten Merkmalen wie Gebäudetyp oder Bauperiode?
2025 wurden in der Schweiz 50,3% aller Wohngebäude mit fossilen Energiequellen (Heizöl und Gas) beheizt, dies trotz des stetigen Rückgangs von Heizöl in den letzten vierzig Jahren.
Diese Grafik zeigt, mit welchen Hauptenergiequellen die Wohngebäude schweizweit sowie in den einzelnen Kantonen anteilsmässig beheizt werden.In den meisten Kantonen werden 30% bis 45% der Gebäude mit Heizöl beheizt. Eine Ausnahme bildet der Kanton Basel-Stadt mit einem Anteil von 8,8%. Beim Gas ist zwischen den Kantonen ein starkes Stadt-Land-Gefälle zu beobachten. Während der Gasanteil im Kanton Genf über 40% beträgt, tendiert er in den Kantonen Obwalden und Uri gegen null (0,1%). Den höchsten Anteil an Wärmepumpen weist der Kanton Freiburg mit 41,6% auf, den tiefsten der Kanton Basel-Stadt mit 7,4%.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Energiebereich
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Leerwohnungen
Der Leerwohnungsziffer ist der prozentuale Anteil der leer stehenden Wohnungen (Stichtag: 1. Juni) am Gesamtwohnungsbestand der registerbasierten Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) des Vorjahres.
Nach der Jahrtausendwende pendelte der Anteil der leer stehenden Wohnungen am Gesamtwohnungsbestand mehr als ein Jahrzehnt um die 1-Prozent-Marke. Danach stieg die Quote kontinuierlich an und erreichte im Jahr 2020 einen Rekordwert von 1,72%. In den Folgejahren, in denen weniger Wohnungen gebaut wurden, verknappte sich das Wohnungsangebot erneut und die Leerwohnungsziffer fiel auf 0,93% (Stichtag 1. Juni 2026).
Zu diesem Zeitpunkt standen 45 493 Wohnungen leer, die weder Mieterinnen und Mieter noch Käuferinnen und Käufer fanden. Diese Zahl entspricht 0,93% aller Wohnungen in der Schweiz (einschliesslich der Einfamilienhäuser) und liegt 2962 Einheiten unter dem Vorjahreswert. Dies ist der sechste Rückgang des Leerstands in Folge, der auf das schwindende Angebot an Mietwohnungen zurückzuführen ist. Auf dem Markt wurden hauptsächlich leer stehende 3- und 4-Zimmerwohnungen angeboten.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Leerwohnungen
Wohnungsbau
In den Jahren 2013 bis 2018 erreichte die Wohnungsproduktion einen Höchststand. Pro Jahr wurden im Schnitt mehr als 50 000 neue Wohnungen fertiggestellt. In den letzten Jahren hat sich der Trend gewendet. Insgesamt entstanden im Jahr 2024 39 638 Wohnungen in 8695 neuen Wohngebäuden.
Um die Jahrtausendwende enthielt ein Wohnneubau im Schnitt zwei Wohnungen; heute sind es mehr als doppelt so viele. Gleichzeitig hat sich die Zahl neuer Einfamilienhäuser mehr als halbiert. 2023 wurden 5293 Einfamilienhäuser gebaut, dennoch über die Hälfte aller neuen Wohngebäude.
Zu den detaillierten Ergebnissen: Wohnungsbau (jährlich)
Weiterführende Informationen
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Karte15.09.2026
Anteil Wohnungen mit 3-4 Zimmern am gesamten Wohnungsbestand
Dargestellter Zeitraum: 2021-2025
Bau- und WohnungswesenRaumgliederung: Kantone, Bezirke, Politische Gemeinden
Karte17.02.2025
Wohneigentumsquote
Dargestellter Zeitraum: 2000, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2023
Bau- und WohnungswesenRaumgliederung: Kantone
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