Integration der Bevölkerung mit Migrationshintergrund: Indikatoren 1/2026

Neue statistische Informationen Veröffentlicht am

Herausgeber: Bundesamt für Statistik

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Anhand des Indikatorensystems zur Messung der Integration lässt sich die Situation der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten sowie der zweiten und höheren Generationen im Zeitverlauf nachverfolgen und mit jener der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund vergleichen. Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören ausländische Staatsangehörige, Eingebürgerte, die im Ausland geboren sind, Eingebürgerte, die in der Schweiz geboren sind und mindestens einen im Ausland geborenen Elternteil haben, und schliesslich gebürtige Schweizerinnen und Schweizer, deren Eltern beide im Ausland geboren sind.

 

Ungleichheiten bleiben bestehen, die Unterschiede verringern sich jedoch

In verschiedenen Bereichen finden Personen mit Migrationshintergrund schwierigere Lebensbedingungen vor als Personen ohne Migrationshintergrund. Sie verfügen insbesondere über ein geringeres Einkommen und leben häufiger in engen und lärmbelasteten Wohnverhältnissen. Personen mit Migrationshintergrund sind stärker von Armut betroffen, selbst wenn sie erwerbstätig sind. Im Alltag haben sie zudem grössere Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen, und verzichten aus finanziellen Gründen häufiger auf zahnärztliche Leistungen. Ausserdem können sie bei Bedarf seltener auf die Hilfe anderer zählen. Gleichzeitig äussern Personen mit Migrationshintergrund aber mehr Vertrauen in das politische System und zeigen sich gegenüber der Vielfalt an Begräbnisriten offener als Personen ohne Migrationshintergrund.

Die Situation der Bevölkerung mit Migrationshintergrund hat sich aber in den letzten Jahren auch verbessert: Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen, sowie die Armutsquote nehmen tendenziell ab, während das mediane verfügbare Einkommen gestiegen ist. Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich die finanzielle Situation dieser Bevölkerungsgruppe schrittweise verbessert und sich die Unterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund verringern.

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