Weitergabe der Religion in der Familie
Herausgeber: Bundesamt für Statistik
Thema
Übernahme der Religion von den Eltern
2024 hatten 92% der Personen, die einer Religion angehören, diese von mindestens einem Elternteil übernommen, während bei den Personen ohne Religion weniger als ein Drittel (31%) die Nichtzugehörigkeit von den Eltern übernommen haben. Dies legt nahe, dass sich viele im Verlauf ihres Lebens von der Religion abgewandt haben. Da jedoch immer mehr Eltern keiner Religion angehören, steigt auch der Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit mit mindestens einem Elternteil ohne Religion (+11 Prozentpunkte seit 2014).
Im Allgemeinen praktizieren Personen, deren Religionszugehörigkeit sich von jener ihrer Eltern unterscheidet, ihre Religion regelmässiger. Mehr als ein Drittel (36%) besucht mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst, gegenüber 26% in der übrigen Bevölkerung mit Religion.
Weitergabe der Religion an die Kinder
Obwohl nahezu alle Eltern ihre Religionszugehörigkeit an die eigenen Kinder unter 15 Jahren weitergeben, spielt Religion oder Spiritualität in der Kindererziehung für die meisten (55%) keine wichtige Rolle. Von den Eltern, die einer Religion angehören, möchten zwei Drittel ihren Kindern religiöse und/oder spirituelle Werte weitergeben. Dieses Anliegen unterscheidet sich jedoch nach Religionsgemeinschaft: Bei evangelisch-reformierten Eltern ist es am wenigsten ausgeprägt (52%).