Methodenbericht Stichprobenplan für die Obstbaumzählung 2001
Bis anhin wurden die Obstbäume anhand einer Vollerhebung erhoben. Die Resultate wurden jeweils nach Kantonen und Fruchtart aufgeteilt publiziert. Für die Obstbaumzählung 2001 wurde entschieden, nur noch in den landwirtschaftlichen Betrieben eine Vollerhebung durchzuführen. Für die nicht landwirtschaftlichen Betriebe war eine Stichprobenerhebung vorgesehen. Die Unterscheidung zwischen landwirtschaftlichen und nicht landwirtschaftlichen Betrieben wurde in den vorhergehenden Erhebungen nicht gemacht. Darum wurden zuerst verschiedene Modelle für die Prognose der Anzahl Bäume in nicht landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt. Die Prognose wurde verwendet, um die Güte eines Quotientenschätzers der Anzahl Bäume zu beurteilen. Der Quotientenschätzer stützt sich auf die Korrelation der Anzahl Bäume auf nicht landwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Betrieben. Die Stichprobe der Gemeinden wurde nach Kantonen oder Gruppierungen von Kantonen (z.B. Grossregionen NUTS2) geschichtet. Das Ziel war, in sämtlichen Schichten einen Variationskoeffizient von weniger als 5% zu erreichen. Die Analyse der Schätzungen zeigt, dass eine Stichprobengrösse von 200 Gemeinden nicht ausreicht, um die Anzahl Bäume in nicht landwirtschaftlichen Betrieben nach Kantonen aufgeteilt mit genügender Genauigkeit zu schätzen. Sofern die Schichtung beibehalten wird, muss die Stichprobengrösse auf rund 750 Gemeinden erhöht werden. Ein gangbarer Mittelweg wäre vermutlich eine moderate Erhöhung der Stichprobe zusammen mit einer Reduktion der Ansprüche an die Genauigkeit in einigen Kantonen.