20.02.2025 - Die Schweizer Hotellerie erreichte 2024 mit 42,8 Millionen Logiernächten (+1,1 Millionen) einen neuen Höchststand. Gegenüber 2023 nahm die Logiernächtezahl um 2,6% zu. Die inländische Nachfrage blieb mit 20,9 Millionen Logiernächten ähnlich hoch wie im Vorjahr (+12 000; +0,1%). Die Nachfrage der ausländischen Gäste erhöhte sich um 5,1% auf 22,0 Millionen Logiernächte (+1,1 Millionen) und kletterte damit auf den höchsten Stand seit 50 Jahren. Dies geht aus den definitiven Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
2024 wiesen alle Monate ausser April (-3,2%) und September (-1,1%) gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat ein Logiernächteplus aus. Die Zunahme reichte von 0,4% im Oktober bis 7,0% im Dezember. Auch in der touristischen Wintersaison 2023-24 (November bis April) und in der touristischen Sommersaison 2024 (Mai bis Oktober) wurden mit 18,0 bzw. 24,5 Millionen Logiernächten Rekorde verbucht.
Inländische Nachfrage stabil auf hohem Niveau
2024 blieb die inländische Nachfrage mit insgesamt 20,9 Millionen Logiernächten mit einer sehr leichten Steigerung gegenüber 2023 (+12 000; +0,1%) hoch. Es handelt sich um das höchste Niveau nach 2021und 2022. In den einzelnen Monaten entwickelte sich die Logiernächtezahl der inländischen Gäste im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat unterschiedlich. Die stärksten Abnahmen wurden im April (-5,3%) und September (-6,0%) verzeichnet, die stärksten Zunahmen im Mai (+3,8%) und November (+8,1%).
Ausländische Nachfrage: bestes Ergebnis seit 1972
Nachdem die ausländische Nachfrage bereits 2023 um deutliche 21,8% gestiegen war, legte sie 2024 um weitere 5,1% (+1,1 Million) auf 22,0 Millionen Logiernächte zu und kletterte damit auf den höchsten Stand seit 1972. Das deutlichste Plus wurde im Dezember beobachtet (+10,7%). Einzig im Monat April war die Logiernächtezahl der ausländischen Gäste leicht rückläufig (-1,2%).
Den grössten Beitrag zum Anstieg der ausländischen Nachfrage leisteten die amerikanischen Gäste. Sie verzeichneten mit insgesamt 4,6 Millionen Logiernächten (+558 000; +13,9%) einen neuen Rekord. Das grösste absolute Plus aller Herkunftsländer steuerten die USA mit mehr als drei Vierteln (76,2%) der Logiernächte bei (+427 000 Logiernächte; +13,9% gegenüber 2023). Ihre Logiernächtezahl erreichte damit ein Allzeithoch.
Auch die Nachfrage aus Asien zog mit insgesamt 4,4 Millionen Logiernächten stark an (+305 000; +7,4%). China (+231 000; + 46,6%) und Indien (+64 000; +10,6%) trugen am meisten zu diesem Anstieg bei. Die Gäste aus den Golfstaaten sorgten für 813 000 Logiernächte, was 37 000 bzw. 4,4% weniger ist als 2023. Trotz der Zunahme der asiatischen Nachfrage blieben die Zahlen 2024 unter dem Niveau von 2019 (-18,4%). Besonders deutlich zeigte sich diese Differenz bei den Gästen aus China (-47,9%).
Die europäische Nachfrage erhöhte sich leicht auf 12,2 Millionen Logiernächte (+169 000; +1,4%) und erreichte damit nahezu wieder das Vor-Corona-Niveau.
Am stärksten war die absolute Zunahme bei den Gästen aus Frankreich (+85 000; +6,1%) und Spanien (+29 000; +6,0%). Erstere hatten letztmals zu Beginn der 1990er-Jahre ein solches Niveau erreicht, Letztere verbuchten gar einen Rekord. Bei den niederländischen (+13 000; +1,9%) und den deutschen Gästen (+20 000; +0,5%) fiel die Nachfrage nur leicht höher aus als im Vorjahr. Obwohl die Gäste aus Deutschland den Stand von 2019 noch nicht wieder erreicht haben (-3,5%), leisteten sie 2024 noch immer den grössten Beitrag zur ausländischen Nachfrage. Das grösste Minus des europäischen Kontinents wurde bei den Gästen aus Grossbritannien (-69 000; -4,1%) und Belgien (-22 000; -3,9%) registriert.
Die Nachfrage der Gäste aus Ozeanien erhöhte sich um 21 000 Einheiten (+4,8%) auf 464 000 Logiernächte. Es handelt sich dabei um das beste Ergebnis der letzten drei Jahrzehnte. Schliesslich war gegenüber 2023 auch bei den Gästen aus Afrika mit insgesamt 265 000 Logiernächten eine leichte Zunahme (+4 700; +1,8%) zu beobachten.
Anstieg in den meisten Tourismusregionen
2024 stieg die Logiernächtezahl in neun der dreizehn Tourismusregionen der Schweiz an. Den grössten absoluten Zuwachs gegenüber 2023 verzeichneten zwei städtische Regionen: Zürich Region (+344 000; +4,9%) gefolgt von Genf (+234 000; +6,6%). Auch Bern Region und Luzern/Vierwaldstättersee sowie Graubünden wiesen ein kräftiges Plus aus. In sechs der dreizehn Tourismusregionen, darunter Zürich Region, Bern Region, Luzern/Vierwaldstättersee und Genf, wurden so viele Logiernächte gezählt wie seit über dreissig Jahren nicht mehr.
Nettozimmerauslastung steigt an
2024 lag die Nettozimmerauslastung bei 55,1% und somit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Sie nähert sich allmählich dem Rekordwert von 2019 (55,2%). In acht der dreizehn Tourismusregionen nahm die Nettozimmerauslastung zu. Am stärksten war der Anstieg in Basel Region (56,5%; +3,9 Prozentpunkte) und Aargau und Solothurn Region (51,0% ; +1,2).Die höchste Nettozimmerauslastung verbuchte im Jahr 2024 Zürich Region (64,3%; +0,6), dicht gefolgt von Genf (64,1% ; +0,8).
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