Die vergangenen Jahre waren in der Schweiz von einem starken «Braingain» geprägt. Der jährliche Wanderungssaldo der 25- bis 64-Jährigen liegt derzeit bei über 40 000. Da die Ausgewanderten ein tieferes Bildungsniveau haben (geschätzter Anteil mit Tertiärabschluss: rund 50%) als die Eingewanderten (derzeit rund 60%) besteht der Wanderungssaldo zu rund 75% aus Personen mit Tertiärabschluss. Auch in den kommenden Jahren werden die eingewanderten Personen gemäss Referenzszenario im Vergleich zu den im Schweizer Bildungssystem vergebenen Tertiärabschlüssen einen grossen Beitrag zum Bildungsniveau leisten.Weil die Abschlussquoten auf Tertiärstufe sowie die Anzahl junger Erwachsener im entsprechenden Alter konstant steigen, wird die jährliche Anzahl Absolventinnen und Absolventen der Tertiärstufe in der Schweiz voraussichtlich stetig zunehmen und bis 2045 auf über 72 000 steigen (2025: 62 000). Dazu kommen gemäss Referenzszenario rund 30 000 Abschlüsse aus dem Wanderungssaldo. Ausgedrückt in Prozent dürften diese Abschlüsse aus dem Wanderungssaldo über den gesamten Projektionszeitraum hinweg rund ein Drittel der neuen Abschlüsse ausmachen.