Arealstatistik: Neue Resultate für die Kantone AG, LU und JU
Herausgeber: Bundesamt für Statistik
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Neue Ergebnisse der Arealstatistik liegen nun für die Kantone Luzern, Aargau und Jura vor. Sie ermöglichen es, die Entwicklung der Bodennutzung in diesen drei Kantonen zu beurteilen.
Die neuen Zahlen zeigen unter anderem, dass die Bodenversiegelung - also die Überbauung durch Gebäude, Strassen, Wege und andere Infrastrukturen - in den Kantonen Luzern, Aargau und Jura weiter zunimmt, auch wenn sich diese Zunahme seit etwa zehn Jahren verlangsamt hat. Im Kanton Aargau nahm die versiegelte Fläche zwischen 2007 und 2015 jährlich durchschnittlich um 153 Hektar zu, zwischen 2016 und 2021 jedoch nur noch um 85 Hektar pro Jahr. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Kanton Luzern, wo der jährliche Zuwachs von 106 ha zwischen 2006 und 2014 auf 57 ha in den Jahren 2015-2021 zurückging, sowie im Kanton Jura, wo er von 37 ha zwischen 2005 und 2013 auf 16 ha in den Jahren 2014 bis 2023 sank. Der grösste Teil der neu versiegelten Flächen bestand zuvor aus landwirtschaftlich genutztem Boden.
Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der versiegelten Flächen seit Beginn der Erhebungen der Arealstatistik im Jahr 1979. Jede Erhebung basiert auf Luftbildern, die über mehrere Jahre hinweg aufgenommen werden. Daher werden die Erhebungen als Perioden angegeben und nicht als einzelne Jahre. So bedeutet beispielsweise 1979-85, dass die erste Erhebung auf Luftbildern basiert, die zwischen 1979 und 1985 aufgenommen wurden.
Die Arealstatistik
Die Arealstatistik ist ein unverzichtbares Instrument zur langfristigen Beobachtung der Raumentwicklung. Ihre Ergebnisse ermöglichen beispielsweise zu beurteilen, inwieweit die Entwicklung der Bodennutzung den Zielen der Raumplanung und einer haushälterischen Nutzung der Ressource Boden entspricht.
Die Statistik wird auf der Grundlage von hochauflösenden Luftbildern erstellt, die von Fachleuten ausgewertet werden. Dabei werden sie teilweise durch Algorithmen der künstlichen Intelligenz unterstützt, die Teile der Arbeit automatisieren. Die Daten werden kantonsweise veröffentlicht, in der Reihenfolge, in der die von swisstopo gelieferten Luftbilder aufgenommen wurden.
Gemäss den neuesten landesweiten Ergebnissen werden 8% der gesamten Fläche der Schweiz für Siedlungen und Infrastrukturen, 35% für die Landwirtschaft und 32% für Waldflächen genutzt. Das verbleibende Viertel (25%) besteht aus unproduktiven Flächen wie Gewässern, Gletschern, Firnfeldern und Felsgebieten.
Der Anteil der versiegelten Flächen beträgt 5,1% der gesamten Landesfläche, was einer Fläche von 2102 km² entspricht - also etwa der Grösse des Kantons St. Gallen.