Vollzug von Sanktionen im Jahr 2024

Neue statistische Informationen Veröffentlicht am

Herausgeber: Bundesamt für Statistik

024 wurden in der Schweiz 12 404 Vollzüge von Strafen und Massnahmen begonnen. Bei knapp drei Vierteln handelte es sich um Eintritte in eine Justizvollzugseinrichtung: 91% davon betrafen Männer und 69% ausländische Staatsangehörige. Am häufigsten wurden verhängte Freiheitsstrafen oder Ersatzfreiheitsstrafen für eine nicht bezahlte Busse vollzogen. Stationäre Massnahmen machten hingegen nur 1% der Eintritte in eine Justizvollzugseinrichtung aus.


Alternative Vollzugsformen

2024 wurden mehr als 3000 Vollzüge in Form von gemeinnütziger Arbeit begonnen. Das sind knapp ein Viertel aller in diesem Jahr begonnenen Vollzüge. Der Anteil der Frauen (15%) und der Schweizer Staatsangehörigen (61%) war bei dieser Vollzugsform höher als bei den Eintritten in eine Justizvollzugseinrichtung. Am häufigsten wurden Bussen vollzogen.

3% aller 2024 begonnenen Vollzüge erfolgten in Form von elektronischer Überwachung (Electronic Monitoring). Der Frauenanteil betrug 15% und der Anteil der Schweizer Staatsangehörigen 57%. Beide Anteile sind, wie bei der gemeinnützigen Arbeit, höher als bei den Eintritten in eine Justizvollzugseinrichtung. Die durchschnittliche Dauer eines Vollzugs in Form von elektronischer Überwachung beträgt 89 Tage.

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