Das Bildungsniveau der Bevölkerung der Schweiz wird unabhängig vom gewählten Szenario in den nächsten Jahren voraussichtlich markant ansteigen. Gemäss dem Referenzszenario werden im Jahr 2028 über 50% der Personen zwischen 25 und 64 Jahren eine Tertiärausbildung (höhere Berufsbildung und Hochschulen) abgeschlossen haben. Im Jahr 2025 lag dieser Anteil bei geschätzten 48%. Bis 2045 wird er auf 62% anwachsen (64% gemäss dem Szenario «hoch» und 59% gemäss dem «Szenario «tief»). Absolut wird sich die Anzahl Personen zwischen 25 und 64 Jahren mit einem Tertiärabschluss voraussichtlich von 2,4 Millionen im Jahr 2025 auf 3,3 Millionen im Jahr 2045 erhöhen. Im gleichen Zeitraum dürfte die Anzahl der 25- bis 64-jährigen Personen, deren höchster Abschluss eine Zertifizierung auf Sekundarstufe II ist, von 1,9 Millionen auf rund 1,5 Millionen im Jahr 2045 sinken.
Der Anteil der 25- bis 64-Jährigen ohne nachobligatorische Ausbildung hat in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. 2023 lag er bei 14%. Dieser Rückgang dürfte sich in den kommenden Jahren aus folgenden Gründen abschwächen: Erstens erlangen 9% der Jugendlichen, die in der Schweiz die obligatorische Schule abgeschlossen haben, bis zum 25. Altersjahr voraussichtlich keinen nachobligatorischen Abschluss. Zweitens dürften 10% der eingewanderten 25- bis 64-Jährigen über keine nachobligatorische Ausbildung verfügen. Infolgedessen dürfte sich der Anteil der Personen ohne nachobligatorische Ausbildung in den nächsten zehn Jahren der 10%-Marke nähern, anschliessend aber auf diesem Niveau bleiben. Gemäss dem Referenzszenario werden im Jahr 2045 rund 520 000 Personen keine nachobligatorische Ausbildung haben (2025: geschätzte 670 000). Dies könnte angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs zu einer Herausforderung werden.