Hauptergebnis: Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt offener als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund, d.h. sie fühlt sich im Alltag von Personen, die aufgrund ihrer Religion, ihrer Lebensweise oder ihrer Hautfarbe als «anders» empfunden werden, weniger gestört.
Zeitliche Entwicklung: Zwischen 2018 und 2022 ist der Anteil der Personen, die sich gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt im Alltag offen zeigen, in allen Bevölkerungsgruppen signifikant gestiegen.
Seit 2022 ist der Anteil der Personen, die sich gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt im Alltag offen zeigen, in der Bevölkerung mit Migrationshintergrund signifikant zurückgegangen und in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund stabil geblieben. Der Unterschied zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen hat sich somit verringert.
Sprachregion: In der Deutsch- und rätoromanischen Schweiz sowie in der italienischen Schweiz ist die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund signifikant weniger offen gegenüber gesellschaftlicher Vielfalt im Alltag als in der französischen Schweiz.