Neurentenstatistik 2023 Berufliche Vorsorge: Weniger Neurentnerinnen und Neurentner, aber mehr Kapitalbeziehende

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Berufliche Vorsorge: Weniger Neurentnerinnen und Neurentner, aber mehr Kapitalbeziehende

25.11.2024 - Im Jahr 2023 ging die Zahl der Bezügerinnen und Bezüger neuer Renten aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule) im Vergleich zu den Vorjahren zurück. Die Zahl der Beziehenden neuer Kapitalleistungen nimmt hingegen weiter zu. Von den Personen, die 2023 eine neue Leistung einer Pensionskasse erhalten haben, bezogen 41% ausschliesslich eine Kapitalleistung, 40% ausschliesslich eine Rente und 19% eine Kombination aus Rente und Kapital. Dies sind einige Ergebnisse der Neurentenstatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) mit Fokus auf die berufliche Vorsorge.

Während im Jahr 2022 rund 45 300 Personen eine neue Rente aus der 2. Säule erhielten, ging diese Zahl im Jahr 2023 auf rund 41 900 zurück. Der Medianbetrag (50% der Renten waren höher und 50% niedriger) dieser neu bezogenen Renten aus der beruflichen Vorsorge (BV) belief sich bei den Frauen auf 1198 Franken und bei den Männern auf 2058 Franken pro Monat.

Die Zahl der Bezügerinnen und Bezüger von Kapitalleistungen nimmt hingegen weiter zu. Zählt man die Kapitalauszahlungen von Pensionskassen und Freizügigkeitseinrichtungen zusammen, steigt die Anzahl Beziehende 2023 auf 67 600, gegenüber 63 200 im Jahr 2022. Der Medianbetrag der Kapitalbezüge pro Kopf betrug bei den Männern rund 190 000 Franken und bei den Frauen rund 76 365 Franken.

Die grossen Abweichungen zwischen den von Frauen und Männern erhaltenen Leistungen lassen sich hauptsächlich mit den unterschiedlichen beruflichen Laufbahnen erklären. Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und arbeiten mehr Teilzeit, beides in erster Linie aus familiären Gründen. Auch der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern führt zu Differenzen bei den BV-Leistungen. Haus- und Familienarbeit, die häufiger von den Frauen übernommen wird, ist unbezahlt und hat keinen Einfluss auf die Leistungen aus der Altersvorsorge.

Kapitalleistungen werden immer beliebter

2023 bezogen etwa gleich viele Personen ihre neue Pensionskassenleistung ausschliesslich als Rente (40%) oder Kapital (41%). 19% bezogen eine Kombination aus Rente und Kapital. Das Verhältnis zwischen Rente und Kapital hat sich umgekehrt: 2023 überwog erstmals die Anzahl Personen mit ausschliesslichem Kapitalbezug. Allerdings gibt die Neurentenstatistik keinen Aufschluss darüber, ob diese Bezügerinnen und Bezüger bereits früher eine Leistung aus der 2. Säule erhalten haben oder in Zukunft eine weitere Leistung erhalten werden. Sie vermittelt lediglich eine Momentaufnahme des jeweiligen Jahres.

2023 bezogen mehr Männer als Frauen ihre Pensionskassenleistung ausschliesslich als Kapital. 42% der Männer, denen 2023 eine neue Altersleistung aus der 2. Säule entrichtet wurde, bezogen diese vollständig als Kapital und 35% ausschliesslich als Rente. Die restlichen 23% entschieden sich für eine Kombination aus Rente und Kapital. Bei den Frauen hingegen erhielten 45% ausschliesslich eine Rente und 41% nur Kapital. Die restlichen 14% bevorzugten eine Leistungskombination. Frauen entscheiden sich zwar immer noch mehrheitlich ausschliesslich für eine Rente, doch der Anteil ist auch bei ihnen rückläufig.

Nach dem Rentenalter bezogenes Kapital aus der 2. Säule deutlich höher

2023 waren die Kapitalleistungen aus der 2. Säule, die nach dem gesetzlichen Rentenalter ausgerichtet wurden, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern am höchsten (Median: Frauen: 91 472 Franken; Männer: 190 188 Franken). Dahinter folgten bei beiden Geschlechtern die vor Erreichen des gesetzlichen Rentenalters erhaltenen Kapitalleistungen (Median: Frauen: 66 253 Franken; Männer: 169 472 Franken) und schliesslich die im gesetzlichen Rentenalter bezogenen Leistungen (Frauen: 64 985 Franken; Männer: 150 456 Franken).

Zusätzliche Informationen finden Sie in der nachfolgenden PDF-Datei.

Détails

Période d'observation
2023
Périodicité
Annuel
Niveau géographique
Suisse
Numéro OFS
2024-0449-d
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OPEN-BY
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Mots-clés

Type d'article:
Communiqué de presse
Publié le:
25.11.2024

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