Gesundheitskosten und Geschlecht

Eine genderbezogene Datenanalyse für die Schweiz

Gesundheitskosten und Geschlecht
Sind Frauen für das Gesundheitswesen wirklich teurer? Betrachtet man ausschliesslich die Gesundheitskosten, welche die Krankenversicherer übernehmen, so liegt der Schluss nahe, dass Frauen eine höhere Nachfrage nach medizinischen Leistungen haben und höhere Gesundheitskosten verursachen als Männer. Die Krankenversicherungen finanzieren jedoch in der Schweiz nur einen Drittel der ausgewiesenen Gesundheitsleistungen, während die anderen zwei Drittel durch andere Sozialversicherungen, staatliche Beiträge im stationären und ambulanten Bereich, Direktzahlungen von Privaten sowie durch Privatversicherungen bezahlt werden. Die Geschlechterverteilung der Kosten in diesen Bereichen wurde bisher nicht untersucht. Zudem erfassen bestehende Statistiken zu den Gesundheitskosten gewisse Gesundheitsleistungen nicht, so etwa die informellen Pflegeleistungen von Familienangehörigen oder Bekannten. Dass Frauen im Gesundheitsbereich mehr Kosten verursachen, beruht somit auf einer als pars pro toto genommenen Informationsbasis, die überprüft werden muss. Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, eine geschlechtersensitive Kostenanalyse unter Berücksichtigung aller relevanten Bereiche der Gesundheitsausgaben vorzunehmen.

Détails

Période d'observation
2001
Niveau géographique
Suisse
Auteur(s)
Paul Camenzind, Claudia Meier
Maison d'édition
Observatoire suisse de la santé
Numéro OFS
006-1404-OB12

Mots-clés

Type d'article:
Publication
Publié le:
10.06.2006
Thème:
Santé

Langues disponibles