Trotz des wachsenden Verkehrs ist die Zahl der auf Schweizer Strassen getöteten sowie der schwer verletzten Personen seit den 1970er-Jahren bis etwa 2016 stark zurückgegangen. Seither ist eine gewisse Stabilisierung festzustellen.
Die möglichen Gründe für die deutlich niedrigere Zahl der Getöteten und Schwerverletzten im Vergleich zu den 1970er-Jahren sind sowohl technischer als auch rechtlicher und erzieherischer Natur. Zu nennen sind etwa die Einführung des Gurten- bzw. Helmobligatoriums, die Einführung und spätere Senkung der Tempolimiten und des Blutalkoholgrenzwerts, Verbesserungen in der Fahrzeugsicherheitstechnik (z.B. ABS und Airbag) sowie Optimierungen im Rettungswesen. Zum Rückgang beigetragen haben dürften auch Verkehrsberuhigungen, Sensibilisierungskampagnen und Verbesserungen in der Fahrausbildung.
Mittels der genannten Massnahmen konnte vor allem die Schwere der Unfälle gesenkt werden, nicht so sehr jedoch deren Anzahl. Die Zahl der Leichtverletzten hat lange Zeit weiter zugenommen. Erst in den Jahren nach 2003 ist auch hier ein Rückgang zu beobachten. Zu beachten ist jedoch, dass gerade bei den Unfällen mit Leichtverletzten von einer erheblichen Dunkelziffer polizeilich nicht erfasster Unfälle ausgegangenen werden muss.