Im ersten «Covid-Jahr» 2020 ist der Personenverkehr in einem noch nie dagewesenen Ausmass zurückgegangen. Besonders markant war die Abnahme im Luft-, aber auch im Eisenbahnverkehr. Bis 2024 haben die Verkehrsleistungen der verschiedenen Verkehrsträger grösstenteils wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreicht oder dieses sogar übertroffen.
In den zwei Jahrzehnten vor der Pandemie können beim Vergleich der Verkehrs- mit der Bevölkerungsentwicklung folgende Haupttendenzen festgestellt werden
Der Eisenbahnverkehr hat in den Jahren 2000 bis 2010 deutlich stärker zugenommen als die Bevölkerung. In diesem Jahrzehnt führten grössere Infrastrukturausbauten (vor allem Bahn 2000) zu einem erweiterten Angebot mit Fahrplanverdichtungen und Fahrzeitverkürzungen. Nach 2010 stiegen die Verkehrsleistungen der Bahn dann etwas weniger stark.
Die Passagierzahlen der Luftfahrt sind kurz nach der Jahrtausendwende zunächst zurückgegangen, dies vor allem als Folge der Terroranschläge 2001 in New York sowie des Swissair-«Groundings». Ab ungefähr 2005 nahm der Luftverkehr dann aber in den meisten Jahren deutlich stärker zu als die Bevölkerung, wozu wohl auch die Expansion der sogenannten Billigfluggesellschaften beitrug.
Etwas weniger dynamisch verlief die Entwicklung beim privaten motorisierten Strassenverkehr. Allerdings hat auch dieser zwischen 2000 und 2019 etwas stärker zugenommen als die Bevölkerung. Dazu beigetragen haben vor allem die grösseren Verkehrsleistungen der ausländischen Personenwagen auf Schweizer Territorium. Dagegen sind die von der Schweizer Wohnbevölkerung pro Kopf zurückgelegten Strecken ungefähr stabil geblieben.