Die Zahl der Lernenden im ersten Jahr der Berufsbildung, die zu einem Eidgenössischen Berufsattest (EBA) führt, nahm zwischen 2014 und 2019 zu (+18% bzw. +1 200) und sank danach bis 2024 deutlich auf 6 800. Diese Schwankungen sind ausschliesslich auf die Entwicklung der Anzahl Personen zurückzuführen, die nach Abschluss der obligatorischen Schule in die Schweiz gekommen sind, insbesondere im Rahmen eines Asylverfahrens. Der Zustrom von Personen aus dem Asylbereich im Jahr 2015 führte rund zwei Jahre später zu einem Anstieg in den integrationsfördernden Übergangsausbildungen sowie im Jahr 2019 zu einer starken Erhöhung der Eintritte in eine Ausbildung mit EBA.
Im Zeitraum 2019-2024 blieb die Zahl der EBA-Lernenden, die die obligatorische Schule in der Schweiz absolviert haben, im ersten Jahr stabil und die Zahl der Personen aus Übergangsausbildungen verringerte sich, was zu einem Rückgang der Lernendenzahlen um 15% führte.
Da EBA-Ausbildungen stark von der Anzahl Personen abhängen, die im Rahmen eines Asylverfahrens in die Schweiz kommen, aber auch von der Verweildauer in Übergangsausbildungen Sekundarstufe I - Sekundarstufe II, bleibt die künftige Entwicklung ungewiss.
Das Referenzszenario geht davon aus, dass die Bestände bis 2031 im Zuge der seit 2022 steigenden Zahlen in den Übergangsausbildungen wachsen. Anschliessend dürften sie sich bis zum Ende des Projektionszeitraums bei rund 7 800 Lernenden stabilisieren. Zwischen 2026 und 2035 wird mit einem Plus von 2,3% gerechnet.
Die Zahl der ausgestellten EBA wird sich mit rund zwei Jahren Verzögerung gleich entwickeln wie die Zahl der EBA-Lernenden im ersten Jahr. Sie dürfte sich 2026 und 2035 um 870 Abschlüsse bzw. +14% erhöhen.